SCHWYZ: Krisenkonzept erstmals «in echt» getestet

Im Schulhaus Herrengasse brennt es: Verhalten sich Schüler und Lehrpersonen richtig? Am Dienstag wurde dieser Ernstfall ohne Vorwarnung durchgespielt.

Harry Ziegler
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Teamleiter Martin Schuler trägt während der Evakuation einen an Krücken gehenden Schüler aus dem Schulhaus. (Bild: Harry Ziegler)

Teamleiter Martin Schuler trägt während der Evakuation einen an Krücken gehenden Schüler aus dem Schulhaus. (Bild: Harry Ziegler)

Nur wenige Personen wussten, was sich am Dienstagmorgen gegen 8.30 Uhr im Schulhaus Herrengasse in Schwyz abspielen würde. Denn dann waberten die ersten von der Stützpunktfeuerwehr Schwyz erzeugten Rauchschwaden von der Schulbibliothek her durch die Gänge des Schulhauses und durch das offene Bibliotheksfenster aussen an den Fenstern der Schulzimmer vorbei. In diesem Moment gab auch die neu eingebaute Rauchmeldeanlage einen hohen Pfeifton ab. Wie Kari Pfyl, Kommandant der Stützpunktfeuerwehr sagte, habe man natürlich die externe Alarmauslösung ausgeschaltet. «Die Polizei ist aber informiert. Schliesslich wollen wir wissen, ob eine Lehrperson den Brand bei der Polizei meldet.» Was übrigens nicht geschah. Es war den Lehrpersonen offenbar bekannt, dass eine Übung anstand.

Mit Rauch wird ein Brand simuliert. (Bild: Dominik Lehner / Neue SZ)
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Mit Rauch simuliert die Feuerwehr einen Brand. (Bild: Dominik Lehner / Neue SZ)
Mit Hilfe einer Trillerpfeife wird der Alarm ausgelöst. (Bild: Dominik Lehner / Neue SZ)
Ohne Panik werden die Schüler ins Freie gelotst. (Bild: Harry Ziegler / Neue SZ)
Geordnet werden die Schüler ins Freie gelotst. (Bild: Dominik Lehner / Neue SZ)
Ruhe bewahren ist oberstes Gebot. (Bild: Dominik Lehner / Neue SZ)
Dieser Schüler wird Huckepack gerettet. (Bild: Dominik Lehner / Neue SZ)
Die evakuierten Schüler und Lehrer auf dem Sammelplatz beim Bundesbriefmuseum. (Bild: Harry Ziegler / Neue SZ)
Auf dem Sammelplatz beim Bundesbriefmuseum geben Teamleiter Martin Schuler (stehend) und Lehrer Markus Exer Anweisungen. (Bild: Harry Ziegler / Neue SZ)

Mit Rauch wird ein Brand simuliert. (Bild: Dominik Lehner / Neue SZ)

Peter Reichmuth, Vizekommandant der Stützpunktfeuerwehr Schwyz, sprach Kindern und Lehrpersonen in der Übungsbesprechung am Sammelplatz beim Bundesbriefmuseum ein Kompliment aus. «Die 220 Schülerinnen und Schüler aber auch die Lehrpersonen haben alle in kürzester Zeit das Schulhaus geordnet verlassen.» Vielleicht könnte man bei einem nächsten Mal weniger kreischen, schliesslich müssten alle die Kommandos der Lehrpersonen hören und verstehen.

Teil des Krisenkonzepts

«Die Schulen der Gemeinde Schwyz verfügen seit 2010 über ein Krisenkonzept», sagte Paul Stalder, Schulleiter der Gemeindeschulen Schwyz. Darin sind verschiedene mögliche Szenarien aufgezeigt. Darin wird aber auch das Verhalten im Ernstfall detailliert beschrieben.