Schwyz: Mehr Diebstähle, Morde und Betrügereien

Im Kanton Schwyz wurden im vergangenen Jahr insgesamt weniger Straftaten verübt. Delikte des Strafgesetzbuches wie Tötungen, Diebstähle und Betrugsfälle nahmen jedoch markant zu. Auch die Zahl straffälliger Ausländer stieg an.

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Die Zahl der Einbrüche stieg um 4 Prozent an.

Die Zahl der Einbrüche stieg um 4 Prozent an.

Zuerst die gute Nachricht: Im Jahr 2011 wurden im Kanton Schwyz insgesamt 6240 Delikte (Strafgesetzbuch, Betäubungsmittelgesetz, Ausländergesetzgebung und Bundesnebengesetzen) erfasst. Laut Mitteilung der Kantonspolizei Schwyz entspreche dies gegenüber dem Vorjahr einer Abnahme von 349 Straftaten (5,5 Prozent).

Und jetzt die schlechte: Bei Widerhandlungen gegen das Strafgesetzbuch lasse sich hingegen eine Zunahme von 6 Prozent feststellen. Delikte gegen die Ausländergesetzgebung (minus 19 Prozent), das Betäubungsmittelgesetz (minus 1 Prozent) sowie gegen Bundesnebengesetze (minus 74 Prozent) haben zum Teil deutlich abgenommen.

Mehr Diebstähle, Tötungen und sexuelle Übergriffe

Die Diebstahlszahlen sind um 161 auf 1480 angestiegen (+ 12.1 %). Auch die Zahl der Ein- und Aufbrüche hat um 16 auf 414 Delikte (+ 4.0 %) wieder leicht zugenommen. Die Anzahl der Betrugsdelikte steigt um 65 auf 177 Tatbestände (+ 82.5 %) markant an.

Bei den Tötungsdelikten war 2011 eine Verdoppelung zu verzeichnen, nämlich um drei auf sechs Delikte. Sämtliche Tötungsdelikte konnten aufgeklärt werden. Die vorsätzlichen Körperverletzungen sanken um 36 auf 111. Im Berichtsjahr nahmen die Raubüberfälle um sieben auf 17 Delikte (+ 70.0 %) zu.

Die Anzahl der Übergriffe im Bereich der sexuellen Integrität hat um sieben auf 51 Delikte (- 12.0 %) abgenommen. Die Anzahl der Vergewaltigungen ist aber von drei auf sechs Delikte angestiegen. Im Bereich «Häusliche Gewalt» waren 188 Straftaten zu verzeichnen. Das sind 28 Delikte mehr (+ 17.5 %) als im Vorjahr.

Weniger Betäubungsmittel-Anzeigen

Im Berichtsjahr war eine leichte Abnahme der Anzahl von Anzeigen wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz um zehn auf 928 Delikte zu verzeichnen. Dabei handelte es sich mehrheitlich um Personen, die wegen des Konsums angezeigt wurden.

Mehr ausländische Straftäter

Die Gesamtzahl der ermittelten Straftäter stieg leicht um 18 auf 3146 an. 473 Personen waren Jugendliche. Dies entspricht einer Jugendquote von 15 Prozent, welche sich damit um 14.3 Prozent reduziert hat. 1297 der ermittelten Straftäter waren ausländischer Staatsangehörigkeit. Dies entspricht einem Anteil von 44,9 Prozent. Im Vorjahr lag die Ausländerquote noch bei 35,8 Prozent (alle Angaben in Mehrfachzählweise).

pd/bep