SCHWYZ: Mit neuem Konzept das Velofahren fördern

Der Regierungsrat des Kantons Schwyz hat ein neues kantonales Radroutenkonzept genehmigt. Dieses bildet eine wichtige Planungsgrundlage für kantonale und kommunale Behörden.

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Das Tiefbauamt des kantons Schwyz hat ein neues Radroutenkonzept erarbeitet. (Bild: Keystone/Georgius Kefalas)

Das Tiefbauamt des kantons Schwyz hat ein neues Radroutenkonzept erarbeitet. (Bild: Keystone/Georgius Kefalas)

Um einer Verschärfung der bereits heute feststellbaren Verkehrsprobleme entgegenzuwirken, soll der erwartete Mehrverkehr u.a. durch den Langsamverkehr und den öffentlichen Verkehr übernommen werden. Dies kann mit der Bereitstellung von sicheren, attraktiven und leistungsfähigen Radinfrastrukturen und Schnittstellen zum öffentlichen Verkehr gefördert werden, wie das Baudepartement des Kantons Schwyz am Donnerstag mitteilte.

Ziele des Konzepts

Das neue Radroutenkonzept verfolgt mehrere Ziele:

  • das Sicherheitsniveau soll über das gesamte Strassennetz erhöht werden;
  • die Attraktivität und Alltagstauglichkeit der Radinfrastruktur ist zu verbessern;
  • das Radroutenkonzept leistet einen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität im Kanton Schwyz;
  • das neue Konzept soll die Bezirke und Gemeinden bei der Umsetzung ihrer Langsamverkehrskonzepte unterstützen; - der Handlungsbedarf auf den Kantonsstrassen soll aufgezeigt werden;
  • Angleichung des Radroutenkonzepts an die aktuellen Normen und gesetzlichen Grundlagen.

Grundsätzlich sollen entlang der Hauptstrassen gute Infrastrukturen für die Velofahrer bereitgestellt werden. Dies ist jedoch nicht überall möglich. Gerade innerorts sind die Platzverhältnisse häufig zu knapp dazu. Wo möglich und zweckmässig können innerorts beispielsweise Kernfahrbahnen oder Mehrzweckstreifen zu einer Aufwertung für den Langsamverkehr angeordnet werden. Auch schwierige topografische Verhältnisse können dazu führen, dass im Sinne der Verhältnismässigkeit und unter Berücksichtigung der begrenzten Mittel die Radfahrenden weiterhin im Mischverkehr geführt werden müssen.

Einfluss auf die künftige Planung

Das Radroutenkonzept dient als Handlungsgrundlage für den Ausbau der Kantonsstrassen. Bei der Planung von Strassenausbauten sind die im Radroutenkonzept enthaltenen Massnahmen zu berücksichtigen. Projekte zum Bau von Radinfrastrukturen werden zum Zeitpunkt eines Strassenausbaus realisiert. Das im Radroutenkonzept aufgezeigte Verbesserungspotenzial für die Radinfrastruktur beeinflusst den Handlungsbedarf sowie die Priorisierung eines Strassenausbauprojekts und damit dessen Realisierungszeitpunkt.

Über den Ausbaustandard entscheiden letztlich der Regierungs- oder der Kantonsrat bei der Genehmigung von Projekten respektive von Verpflichtungskrediten. Der Realisierungszeitpunkt von Strassenbauprojekten richtet sich nach dem jährlich aktualisierten kantonalen Strassenbauprogramm.

pd/zim