SCHWYZ: Neue Muotabrücke allein reicht nicht aus

Das Arbeitsplatzgebiet zwischen Seewen- und Ibach wird mit einer neuen Brücke über die Muota erschlossen. Nebst der neuen Brücke sind auch flankierende Massnahmen im Verkehrsregime und eine Anpassung des Erschliessungsplanes erforderlich.

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Die Visualisierung zeigt die Linienführung und Gestaltung der geplanten Muotabrücke West in Ibach auf. (Bild: PD)

Die Visualisierung zeigt die Linienführung und Gestaltung der geplanten Muotabrücke West in Ibach auf. (Bild: PD)

Die Gemeinde Schwyz will das Arbeitsplatzgebiet zwischen Seewen und Ibach weiter entwickeln. Auch gilt es, das seit Jahren brach liegende Zeughausareal in Seewen zur Arbeitsplatzansiedlung nutzbar zu machen. Dies erfordert eine Kapazitätssteigerung bei der Verkehrserschliessung. Vor rund eineinhalb Jahren haben dies auch Stimmbürger erkannt und einem Planungskredit für eine neuen Brückenschlag über die Muota in Ibach zugestimmt. Realisiert wird gemäss Vorprojekt eine Bogenbrücke, welche nebst den beiden Fahrspuren auch sichere Fuss- und Radstreifen aufweist. Der Anschluss an die Gotthardstrasse in Ibach erfolgt mit einem Kreisel.

Anpassungen im Verkehrsnetz

Die neue Muotabrücke West in Ibach allein reicht nicht aus, um die Verkehrsströme von und nach Seewen wegzulenken. Berechnungen anhand eines Verkehrsmodelles zeigen die Notwendigkeit von flankierenden Massnahmen deutlich auf. Von der Gemeinde Schwyz wurden dafür verschiedene Varianten geprüft. Als Resultat ergab sich eine Erschliessungsvariante mit Einbahnabschnitten:

  • Der Verkehr wird von der Autobahnausfahrt in Seewen und von Schwyz her beim Schwyzerhof in das Arbeitsplatzgebiet hineinfahren.
  • Ein Mehrzweckstreifen auf der Bahnhofstrasse erleichtert das Ein- und Ausfahren.
  • Auf Höhe der Rossmatt sowie bei der südlichen Einfahrt ins Zeughausareal werden Einbahnabschnitte signalisiert, sodass der Verkehr ab diesen Abschnitten nur noch nach Süden über die neue Brücke abfliesst und auf die Ein- bzw. Ausfahrt in die Autobahn bei Brunnen gelenkt wird.
  • Durch die Kappung der Muotastrasse in Ibach wird ab dem «Schissäli» nur noch der Quartierverkehr ein- und ausfahren; der dort vom Kanton vorgesehene Kreisel wird nicht mehr notwendig sein.

Mit der Verkehrslenkung und den flankierenden Massnahmen wird die Verkehrsqualität für das Arbeitsplatzgebiet zwischen Seewen und Ibach langfristig gesichert. Es können zum gegebenen Zeitpunkt auch Um- und Einzonungen vorgenommen und neue Arbeitsplätze realisiert werden.

Abstimmung frühestens 2017

Die veränderten Verhältnisse und Verkehrslenkungen auf dem kommunalen Strassennetz der Gemeinde Schwyz erfordern eine Änderung des Erschliessungsplanes. Die hierzu notwendige Volksabstimmung ist im Frühjahr 2017 vorgesehen. Gleichzeitig soll der Baukredit für die Muotabrücke West vorgelegt werden, deren Realisierung einen Investitionsbedarf im Kostenrahmen zwischen 15,3 und 18,8 Millionen Franken auslösen wird. Als erster Schritt findet nun die öffentliche Information und Mitwirkung zu den Änderungen im Erschliessungsplan statt.

Die öffentliche Auflage ist für den Sommer 2016 vorgesehen.

pd/zim

HINWEIS
Das Projekt der Muotabrücke West in Ibach und dessen Auswirkungen auf die Verkehrsführung werden zeitgleich an je einer öffentlichen Informationsveranstaltung in Seewen (Cafeteria BSZ) und Ibach (Pfarrheim) vorgestellt. Die Informationsabende finden am Donnerstag, 21. Januar 2016, 20 Uhr, statt.