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SCHWYZ: Neue Stoosbahn: Das Bahntrassee ist fertig

Das letzte Betonelement im Trassee der neuen Stoosbahn wurde am Mittwoch eingesetzt. Damit sind die schwierigsten Arbeiten gemacht. Die Eröffnung am 17. Dezember wird immer wahrscheinlicher.
Blick vom Bahntrassee auf die Talstation der Stoosbahn. Mit bis zu 110 Prozent Neigung wird dies die steilste Standseilbahn der Welt. (Bild: Franz Steinegger (20. September 2017))

Blick vom Bahntrassee auf die Talstation der Stoosbahn. Mit bis zu 110 Prozent Neigung wird dies die steilste Standseilbahn der Welt. (Bild: Franz Steinegger (20. September 2017))

Rund fünf Monate lang haben sie hart gearbeitet, am Mittwochabend konnten sie feiern: Die Angestellten der Firmen Vetsch und Rowa, die am Bau der Stoosbahn beteiligt sind. Denn mit der Fertigstellung des Trassees haben sie einen Meilenstein erreicht. Die schwierigsten Arbeiten sind nun fertig.

Zuvor hatten die Arbeiter im Trassee der bis zu 110 Prozent steilen Standseilbahn das letzte der 222 vorfabrizierten Betonelemente eingesetzt. Dann wurde die Fuge mit Armierungseisen verbunden und mit Beton geschlossen. Jetzt hält das Trassee wie ein starrer Block zusammen. Es ist zusätzlich mit 480 Stahlankern im Boden festgemacht. Darauf liegen 1992 Meter Schienen mit einem Gesamtgewicht von 92 Tonnen.

25 Personen arbeiteten im Zweischicht-Betrieb

Seit Ende April haben 25 Leute im Zweischicht-Betrieb das Trassee und die Schienen in das anspruchsvolle Gelände gebaut. Die Firma Vetsch aus Klosters, welche sich auf den Bau von Standseilbahnen spezialisiert, hatte eigens für den Bau der Stoosbahn eine Maschine entworfen, welche die in einer Lagerhalle in Ried-Muotathal vorfabrizierten Betonelemente einsetzte und die Fugen schloss. Unterstützt wurde sie von der Rowa aus Rüti ZH, welche die den Trasseebau begleitenden Massnahmen ausführte: Erdverschiebungen, Erstellen von Schutzbauten, Verlegen von Gleisen. «Nächste Woche werden wir mit der Demontage der Arbeitsgeräte und dem Rückbau der Baustelle beginnen», erklärt Rowa-Geschäftsführer Heinz Jenni die noch ausstehenden Arbeiten.

Roger Vetsch, dessen Firma mit der Stoos-Erschliessung die achte Standseilbahn realisiert, ist stolz: «Es war eine sehr herausfordernde Arbeit im Millimeterbereich. Alles musste stimmen, um den maximalen Fahrkomfort, die grösste Sicherheit und Lebensdauer der Anlage zu garantieren.» Es habe alles zur vollen Zufriedenheit geklappt – was auch auf die gute Zusammenarbeit mit den anderen beteiligten Unternehmungen zurückzuführen sei. Das bestätigt Projektleiter Bruno ­Lifart, Delegierter des Verwaltungsrates der Stoosbahnen AG: «Die Stimmung auf der Baustelle war hervorragend. Alle haben sich gegenseitig unterstützt.»

Wagen kommen am 12. Oktober

Am 7. Oktober erfolgt die Übergabe an die Garaventa. Der Seilbahnbauer hat in der Bergstation bereits Antrieb und Steuerung eingebaut. Am 9. Oktober soll das Seil eingezogen werden, am 12. Oktober wird der stärkste Pneukran der Schweiz den ersten Wagen auf die Schiene stellen, ­einige Tage später den zweiten. «Danach folgen etwa zwei Monate Testläufe mit der neuen Bahn, bis sie am 17. Dezember für das Publikum freigegeben wird», ­ sagt Bruno Lifart. Gestern zog ­ das Elektrizitätswerk des Be­­­zirks Schwyz übrigens noch ein 9,5 Tonnen schweres Kupferkabel von der neuen Talstation zur Bergstation ein. Es erhöht die Sicherheit der Stromversorgung auf dem Stoos, der bereits über eine Hochspannungsleitung von Morschach aus erschlossen ist.

Franz Steinegger

zentralschweiz@luzernerzeitung.ch

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