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SCHWYZ: Null Unterstützung für Kantonalbank-Initiative

Der Schwyzer Kantonsrat hat am Mittwoch das Initiativbegehren „für eine flächendeckende Präsenz der Schwyzer Kantonalbank“ dem Volk zur Ablehnung empfohlen. Der Entscheid war einstimmig.
Hauptsitz der Schwyzer Kantonalbank in Schwyz. (Bild: Keystone)

Hauptsitz der Schwyzer Kantonalbank in Schwyz. (Bild: Keystone)

Die Initiative möchte per Gesetz der Kantonalbank vorschreiben, dass sie in jeder Ortschaft mit mehr als 2500 Einwohnern eine Filiale mit Personal führen muss. Anlass des Begehrens war die 2013 von der Kantonalbank verabschiedete Strategie, die die Schliessung von vier Filialen beinhaltete. Dabei handelte es sich um Freienbach, Immensee, Ibach und Seewen. Das von Bürgern aus Immensee lancierte Begehren ist nun im Kantonsrat auf totale Ablehnung gestossen.

Veränderte Kundenbedürfnisse

Ein Sprecher sagte, dass die Initiative die unternehmerische Autonomie der Kantonalbank sehr stark einschränken würde. Als marktwirtschaftliche orientierte Bank müsse die Bank ihr Filialnetz an die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen anpassen können. Das Kundenverhalten habe sich verändert, sagten mehrere Redner. Während die Bankschaltergeschäfte stark rückläufig seien, habe die Bedeutung des Online-Bankings erheblich zugenommen.

Mit einem Netz von derzeit 23 Filialen verfüge die Kantonalbank immer noch über das dichteste Filialnetz aller Banken im Kanton Schwyz, hiess es weiter. Nicht zuletzt würde das Initiativbegehren Investitionen von 20 Millionen Franken und jährliche Betriebskosten von bis zu fünf Millionen Franken bedingen. Um diese Beiträge würde der Gewinn der Kantonalbank sinken und damit auch das Potenzial der Gewinnausschüttung an den Kanton.

Schliesslich beschloss das Parlament mit 88 zu 0 Stimmen die Nein-Empfehlung zur Initiative.

45 Millionen für die Staatskasse

Im Weiteren befasste sich der Schwyzer Kantonsrat mit dem Jahresbericht und der Jahresrechnung 2015 der Schwyzer Kantonalbank, die er schliesslich einstimmig genehmigte. Das vergangene Geschäftsjahr schloss die Kantonalbank mit einem Gewinn von 73,6 Millionen Franken ab. Inklusive Abgeltung der Staatsgarantie gehen insgesamt 45 Millionen an die Staatskasse. (sda)

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