SCHWYZ: «Plan Lumière» für den Schwyzer Ortskern

Für den Hautplatz Schwyz und seine Umgebung ist ein Beleuchtungskonzept erstellt worden. Bezirks- und Gemeinderat legen den jeweiligen Rechnungsgemeinden je einen Nachtragskredit vor, damit die Umsetzung des «Plan Lumière» noch in diesem Jahr angegangen werden kann.

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Mit dem «Plan Lumière» soll das Ortszentrum von Schwyz eine abendliche Aufwertung erhalten. (Bild: Visualisierung PD)

Mit dem «Plan Lumière» soll das Ortszentrum von Schwyz eine abendliche Aufwertung erhalten. (Bild: Visualisierung PD)

Im Ortszentrum von Schwyz leuchten viele Lichtkörper unterschiedlich hell. Eine einheitliche Beleuchtung, sowohl der Verkehrsflächen wie auch der barocken Pfarrkirche St. Martin sowie der historischen Gebäude am Hauptplatz, fehlen. Nach rund einjähriger Planung liegt nun ein einheitliches Beleuchtungskonzept ausführungsreif vor, wie die Gemeinde Schwyz am Montag mitteilte.

Warm im Dorfkern, kühl entlang der Hauptstrasse

Mit diesem «Plan Lumiêre» werden gemäss Mitteilung für das Ortszentrum Schwyz gleich mehrere Ziele verfolgt. So würden einheitliche Beleuchtungskörper installiert, welche möglichst die ganze Strassenfläche gleichmässig abdecken. Dies und weitere Massnahmen sollen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beitragen.

Um das Ortszentrum für Fussgänger und Autofahrer auch in der Nacht als solches erkennen zu können, werde ein warmer Lichtton verwendet. Dies ergebe einen bewussten Wechsel zur kühleren Farbe der neuen LED Beleuchtung entlang der Hauptstrassen.

An verschiedenen Standorten würden Projektoren montiert. Diese sollen das Rathaus, den Archivturm und die Pfarrkirche in den Abendstunden beleuchten. Mittels neuster Technik würden zudem die Gebäude derart angestrahlt, ohne dass dahinterliegende Gebäude und Quartiere geblendet würden.

Ausführung im UNO-Jahr des Lichts

Die Gemeinde, der Bezirk, der Kanton, die Pfarrkirchenstiftung und das Elektrizitätswerk des Bezirks Schwyz wollen die ersten Bestandteile des Plan Lumière noch im laufenden Jahr umsetzen, also im UNO-Jahr des Lichts. Die Realisierung würde damit zeitlich früher erfolgen als bei Planungsbeginn vorgesehen.

Der Gemeindeversammlung vom 23. April wird ein Nachtragskredit von knapp 73‘000 Franken für den Ersatz bestehender Beleuchtungen sowie die Erstellung eines neuen Kandelabers am grossen Bogen zur Genehmigung vorgelegt.

Als Eigentümer des historischen Brunnens auf dem Hauptplatz beteiligt sich auch der Bezirk Schwyz zeitgleich am Projekt. Die Bezirksgemeinde vom 22. April habe dafür einen Nachtragskredit von 11‘500 Franken zu beraten und zu beschliessen.

Für die Beleuchtung im Kirchenbezirk ist die Pfarrkirchenstiftung besorgt. Der Kanton hat die Mittel für die Beleuchtung des Rathauses und des Archivturm bereits im Budget 2015 eingeplant.

Deutliche Energieeinsparung

Mit dem Beleuchtungskonzept würde der Energieverbrauch insgesamt deutlich gesenkt. Um rund einen Viertel sinkt allein der Energieaufwand für die Strassen- und Platzbeleuchtung, obwohl die beleuchtete Fläche deutlich zunimmt.

Mit dem Wechsel der bisherigen, ungenügenden Fassadenbeleuchtung der Kirche wird für diesen Bereich mit einer Energieersparnis von 60 Prozent gerechnet. Daran ändere auch der Umstand nichts, dass die barocke Pfarrkirche von Schwyz künftig allabendlich und nicht mehr nur saisonal an Einzeltagen beleuchtet werde.

pd/zim