SCHWYZ: Polizei hat junge Kiffer im Visier

Im Zentralschweizer Vergleich verstossen Schwyzer Jugendliche öfters gegen das Betäubungsmittelgesetz. 2011 wurden 121 Urteile gefällt.

Sandro Portmann
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Schwyzer Jugendliche werden öfters beim Konsum von Marihuana erwischt als in anderen Kantonen. (Archivbild Neue SZ)

Schwyzer Jugendliche werden öfters beim Konsum von Marihuana erwischt als in anderen Kantonen. (Archivbild Neue SZ)

Die Polizeiarbeit sei in allen Kantonen die gleiche, sagt Florian Grossmann, Mediensprecher der Schwyzer Kantonspolizei. Trotzdem erwischte die Kapo Schwyz 2011 mehr Jugendliche, die gegen das Betäubungsmittelgesetz verstiessen als in anderen Kantonen. Insgesamt 121 Jugendstrafurteile wurden gefällt. Zum Vergleich: Im Kanton Luzern waren dies 115, wie die Zahlen des Bundesamtes für Statistik zeigen.

«Harte Drogen sind selten»

Die leitende Jugendstaatsanwältin der Jugendanwaltschaft des Kantons Schwyz, Stéphanie Bieri, kennt die Einzelfälle aus 2011 zwar nicht auswendig, sie weiss allerdings, dass es sich in den meisten Fällen um den Konsum von Marihuana handelt. «Fälle mit harten Drogen sind selten», sagt die Jugendstaatsanwältin aus Erfahrung. Sie weiss auch, welche Strafe die Jugendlichen davontrugen: «Die wohl häufigste Strafe ist die persönliche Leistung, also unentgeltliche Arbeit.»

Laut Statistik wurden 2011 insgesamt 258 Strafurteile im Kanton Schwyz gefällt. Darunter fallen beispielsweise auch 49 Verstösse gegen das Strassenverkehrsgesetz, wovon 14 Jugendliche auf ihrer Strolchenfahrt ohne Führerschein erwischt wurden. Ausserdem wurden 53 Urteile wegen Diebstahls gefällt und 19 wegen Sachbeschädigung.

Die meisten der 258 Straftaten wurden von jungen Männern verübt, nämlich 209. In 224 Fällen hatten die Täter das 15. Lebensjahr bereits überschritten.

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