Schwyz profitiert von Konkordaten mit Luzern

Der Kanton Schwyz ist bei der Erfüllung seiner Aufgaben auf Konkordate mit anderen Kantonen angewiesen. Ein Alleingang käme zudem in vielen Fällen teurer, wie eine Aufstellung der Konkordate mit Luzern zeigt.

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Pädagogische Hochschule in Goldau: Ein Alleingang ist undenkbar. (Bild: Archiv Neue SZ)

Pädagogische Hochschule in Goldau: Ein Alleingang ist undenkbar. (Bild: Archiv Neue SZ)

Seit Luzern die Vereinbarung über die Pädagogische Hochschule Zentralschweiz (PHZ) einseitig auflöste, hängt der Haussegen in der Zentralschweiz schief. In einer Interpellation im Kantonsrat Schwyz wurde eine detaillierte Aufstellung über die Kosten der Konkordate verlangt. Die Regierung hat sie nun veröffentlicht.

Total sind 32 Konkordate aufgelistet, 4 davon zwischen Schwyz und Luzern; bei den übrigen sind auch andere Kantone beteiligt. In 8 Fällen ist laut Darstellung der Regierung ein Alleingang gar nicht möglich, in 11 Fällen käme ein Alleingang teurer. In 5 Fällen ermöglicht das Konkordat ein breiteres Angebot.

PHZ: Einsparungen von 2,4 Millionen Franken

Bei 5 Konkordaten sind aber auch keine Einsparungen zu verzeichnen. Beim aufgelösten PHZ-Konkordat zeigt sich, dass Schwyz durch das Führen einer eigenen Pädagogischen Hochschule 2,4 Mio. Franken jährlich einsparen kann.

Das Angebot des Zentralschweizer Fachhochschul-Konkordates (FHZ) ist im Alleingang undenkbar. Jedoch wäre der Besuch der Studiengänge auch via Abgeltung über die Fachhochschul-Vereinbarung möglich. Hier könnte Schwyz 2,7 Mio. Franken sparen.

Spitalabkommen mit Luzern günstiger

Beim Spitalabkommen mit dem Kantonsspital Luzern fährt Schwyz laut Aufstellung der Regierung günstiger als beispielsweise mit Zürich. Dort kämen die meisten Behandlungen wesentlich teurer zu stehen.

Eine spezielle Stellung nimmt der Kulturlastenausgleich ein, bei dem neben Schwyz und Luzern auch die Kantone Aargau, Uri, Ob- und Nidwalden, Zug und Zürich beteiligt sind oder Beiträge zahlen. Hier bezahlt Schwyz heute 1,3 Mio. Franken an Zürich und 0,8 Mio. Franken an Luzern.

Als Folge des Ausstiegs von Luzern aus dem PHZ-Konkordat forderte der Schwyzer Kantonsrat im vergangenen September den Ausstieg aus dem Kulturlastenausgleich. Die Schwyzer Regierung muss nun bis 2013 eine entsprechende Vorlage ausarbeiten.

sda