Schwyz rechnet mit 6 Millionen Defizit

2011 wird die Gemeinde Schwyz ein Defizit von gegen 7 Millionen Franken vorweisen und das Budget 2012 sieht mit einem Minus von rund 6 Millionen nicht viel besser aus. Die Steuern sollen deshalb aber nicht ansteigen.

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Das Gemeindehaus «Spittel» an der Herrengasse in Schwyz. (Bild: pd)

Das Gemeindehaus «Spittel» an der Herrengasse in Schwyz. (Bild: pd)

Der Voranschlag für das Budget 2012 sieht in der Gemeinde Schwyz bei einem Gesamtaufwand von 57,5 Millionen Franken ein Defizit von 6,2 Millionen Franken vor. Wie die Gemeinde mitteilt, werde die laufende Rechnung 2011 gar mit einem Minus von gegen 7 Millionen Franken abschliessen.

Dank Eigenkapital keine Steuererhöhung

Überraschend ist, dass der zuständige Säckelmeister Roland Pfyl angesichts dieser Verluste von einer «gesunden Finanzlage» spricht und den im Vorjahr gesenkten Steuerfuss nicht wieder anheben will. Grund dafür sei die gute Eigenkapitalbasis von 23,7 Millionen Franken.

Zudem habe die Aufwandentwicklung stabilisiert werden können. Die durchschnittliche Aufwandsteigerung zwischen 2011 und 2015 liege bei 1,8 Prozent. Für die mittelfristige Gesundheit des kommunalen Finanzhaushaltes sei zudem der geplante Systemwechsel bei der Abschreibungspraxis wesentlich. Allerdings muss der Kantonsrat der linearen Abschreibung über die Nutzungsdauer noch zustimmen.

Investitionen für Alterszentrum

Investieren will die Gemeinde Schwyz im nächsten Jahr rund 15 Millionen Franken. Bis ins Jahr 2015 werden insgesamt rund 110 Millionen Franken in verschiedene Projekte investiert worden sein. In etwa die Hälfte davon sind für den Bau eines neuen Alterszentrums mit der kantonal vorgeschriebenen Anzahl von Pflegeplätzen reserviert. Weitere Mittel fliessen in den bereits begonnenen Bau einer Doppelturnhalle bei der Schulanlage Lücken, in unterschiedliche Erschliessungsprojekte sowie in die Realisierung eines neuen Bushofes.

pd/bep