SCHWYZ: Rechnung 2012 deutlich besser als budgetiert

Nur gerade 300‘000 Franken beträgt das Defizit in der Verwaltungsrechnung der Gemeinde Schwyz. Das sind 5,9 Millionen Franken weniger als im Voranschlag noch befürchtet worden war.

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Das Schwyzer Rathaus auf dem Hauptplatz. (Bild: Erhard Gick/Neue SZ)

Das Schwyzer Rathaus auf dem Hauptplatz. (Bild: Erhard Gick/Neue SZ)

Die Verwaltungsrechnung 2012 der Gemeinde Schwyz schliesst bei einem Aufwand von 53'510 Millionen und einem Ertrag von 53'224 mit einem Defizit von rund 286'000 Franken. Zum guten Rechnungsergebnis beigetragen hat eine Steigerung des Gesamtertrages um 3,8 Millionen Franken oder 8 Prozent auf mehr als 53 Millionen Franken. Mehr als die Hälfte des Mehrertrages gegenüber dem Budget ist jedoch auf einen Einmaleffekt zurückzuführenheisst es in einer Medienmitteilung der Gemeinde Schwyz vom Montag. Aus der Kapitalerhöhung der Sparkasse Schwyz floss der Gemeinde als Mehrheitsaktionärin eine Bezugsrechtsabgeltung von zwei Millionen Franken zu.

Demgegenüber haben sich die Steuereinnahmen nicht wie erwartet entwickelt. Vor allem lagen die Fiskaleinnahmen aus früheren Jahren – sowohl von natürlichen wie auch von juristischen Personen – unter den Budgetzahlen. Eine teilweise Kompensation ergab sich durch einen Mehrertrag von gut einer halben Million Franken bei der Quellensteuer.

Sozialausgaben über Budget

Der Ertragssteigerung steht als positiv verstärkendes Element ein gegenüber dem Voranschlag reduzierte Gesamtaufwand von 53,5 Millionen Franken gegenüber. Für Säckelmeister Peppino Beffa ist dies «ein Beweis für die Budgetdisziplin und den sorgfältigen Umfang mit den Finanzen auf allen Stufen der Gemeinde. Die Kostenentwicklung, welche die Gemeinde selbst beeinflussen kann, fällt moderat und somit erfreulich aus.»

Die Hauptkostentreiber sind gemäss Erläuterung des Säckelmeisters die Sozialausgaben. Auch in diesem Bereich jedoch zeigen sich Schwankungen. Während etwa die wirtschaftliche Sozialhilfe für Schweizer Bürger eine halbe Million Franken weniger Mittel bedurfte als vorgesehen, lagen die Beitragspflichten an die Pflegefinanzierung und die Prämienverbilligung um einen gleichen Betrag höher.

Über den Budgeterwartungen liegt auch der Aufwand im Asylwesen, nachdem der Gemeinde zusätzliche Asylbewerber zur Unterkunft und Betreuung zugewiesen wurden.

Massiv (zu) wenig investiert

Für das Jahr 2012 war eigentlich der Start in eine mehrjährige Investitionsphase vorgesehen und deshalb ein Volumen von brutto 16,5 Millionen Franken in den Voranschlag eingestellt. Erreicht wurde dieses Ziel bei weitem nicht: Die Bruttoinvestitionen liegen um 45 Prozent unter diesem Wert. Begründet ist dies dadurch, dass der Bau der Sporthalle Lücken wegen eines Wasserschadens massiv verzögert wurde und dass die Vakanz in der Abteilungsleitung Tiefbau zwangsläufig zur Verschiebung von mehreren Investitionsvorhaben geführt hat.

pd/zim