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SCHWYZ: Regierung stellt Trinkwasser über Energiegewinnung

Die Schwyzer Regierung lehnt es ab, Zulassung und Bewilligungsverfahren für Grundwasserwärmepumpen zu lockern. Dem Regierungsrat ist eine sichere Trinkwasserversorgung wichtiger als die energetische Grundwasser-Nutzung.
Für eine Wärmesonde wird eine Bohrung durchgeführt (Symbolbild). (Bild Pius Amrein/ZZ)

Für eine Wärmesonde wird eine Bohrung durchgeführt (Symbolbild). (Bild Pius Amrein/ZZ)

Erleichterte Bedingungen für Grundwasserwärmepumpen hatte die FDP in einer Motion gefordert. Die Regierung stellt sich in ihrer Antwort auf den Standpunkt, eine Änderung soll es lediglich bei der Zuständigkeit für die Verleihung von Konzessionen geben. Neu soll dafür nicht mehr der Regierungsrat sondern das zuständige Departement verantwortlich sein. So ist es in der laufenden Totalrevision des Wasserrechtsgesetzes vorgesehen.

Im Kanton Schwyz wurden bislang 230 Konzessionen für die Nutzung von Grundwasser für den Betrieb von Wärmepumpen vergeben. Die FDP hält die heutigen Kriterien für die Zulassung und die Bewilligung von solchen Anlagen allerdings für zu streng und das Verfahren für zu aufwändig.

Konkret kritisieren die Freisinnigen etwa Mindestleistungen für Anlagen und den Umstand, dass bei der Planung einer Anlage Resultate früherer Sondierbohrungen aus der Nachbarschaft nicht anerkannt würden. Etliche investitionswillige Hauseigentümer würden von der Möglichkeit der Wärmenutzung im Grundwasser ausgeschlossen. Die heutige Regelung verhindere, dass die Energie aus dem Untergrund in grösserem Umfang genutzt werde.

Der Regierungsrat hingegen erklärt, die Kriterien entsprächen einer langjährigen Praxis. Sie seien Teil einer Gesamtbetrachtung, die alle Aspekte des Grundwasserschutzes und der -nutzung beinhalten würden. Insgesamt gewichte die Regierung die Sicherstellung einer ausreichenden und qualitativ einwandfreien Trinkwasserversorgung der Bevölkerung höher als die energetische Grundwassernutzung.

Zu den Sondierbohrungen hält die Regierung fest, dass die Herleitung hydrogeologischer Grundlagen auf der Basis von Untersuchungen in einer näheren Umgebung nicht zielführend seinen. Dies wegen der sehr häufigen kleinräumlich unterschiedlichen Situationen des Untergrunds. (sda)

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