SCHWYZ: Regierungsrat will Richtplananpassung für Deponie

In der Region Höfe mangelt es an Deponieraum für unverschmutzten Aushub. Der Regierungsrat hat die Richtplananpassung verabschiedet, die neue Deponiestandorte ermöglicht. Der Ball liegt nun beim Kantonsrat.

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Schwyz braucht Platz für die Deponie von Aushubmaterial (Symbolbild). (Bild: Matthias Piazza / Neue NZ)

Schwyz braucht Platz für die Deponie von Aushubmaterial (Symbolbild). (Bild: Matthias Piazza / Neue NZ)

Die Richtplananpassung Materialbewirtschaftung Höfe soll helfen die Situation zu entschärfen. Sie schafft die Grundlage für neue Deponiestandorte mit einem gesamten Deponievolumen für die nächsten acht bis zehn Jahre, informiert die Staatskanzlei Schwyz.

Vier neue Standorte

Für die Ablagerung von unverschmutztem Aushubmaterial sietzt die Richtplananpassung vier neue Deponiestandorte fest. Insgesamt soll das Deponievolumen rund eine Million Kubikmeter umfassen. Vorgesehen sind die Standorte Sagenbach/Ried in Feusisberg, Talweid in Freienbach sowie Neumühle und Schellhammer in Wollerau. Talweid ist zusätzlich auch für die Ablagerung von Inertstoffen vorgesehen. Als inert werden Stoffe bezeichnet, die ein geringes Schadstoffpotential und eine geringe Löslichkeit aufweisen. Zudem bestehen sie zu mehr als 95 Gewichstprozent aus gesteinsähnlichen Bestandteilen, wie beispielsweise Bauabfälle aus Beton, Asbestzement, Zeigel, Glas, Mauerabbruch und Strassenaufbruch.

Weiter Standorte werden geprüft

Die Sachlage beim Standort Tal in Freienbach ist noch nicht ausreichend geklärt, um den Standort als Festsetzung im Richtplan aufzunehmen. Der Standort Tal muss mit First-Halten in Feusisberg/Freienbach und weiteren, in der öffentlichen Mitwirkung vorgeschlagenen Standorten in der Überarbeitung abgeklärt werden. Daher werden die beiden Standorte Tal und First-Halten zwecks Raumsicherung als Zwischenergebnis in der Richtplananpassung festgehalten.

Die Richtplananpassung Materialbewirtschaftung Höfe geht nun vom Regierungsrat in den Kantonsrat.

pd/spe