SCHWYZ: Scheininvalider muss 180'000 zurückzahlen

Er jammerte den Behörden vor, völlig hilflos zu sein und sich selbst nicht einmal die Haare kämmen zu können. Später wurde er am Steuer eines Autos und beim Einladen von schweren Pneus erwischt.

Urs-Peter Inderbitzin
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Das Bundesgericht in Lausanne. (Bild: Claude Huber / Lausanne)

Das Bundesgericht in Lausanne. (Bild: Claude Huber / Lausanne)

Einen krassen Fall von Scheininvalidität hatte kürzlich das Bundesgericht zu beurteilen. Ein Ausländer, seine Nationalität ist nicht bekannt, hatte seit dem 1. Dezember 2002 eine ganze Rente der Invalidenversicherung samt Zusatzrente für die Ehefrau und zwei Kinderrenten bezogen. Im Dezember 2011 strich die IV-Stelle des Kantons Schwyz die Invalidenrenten und die Hilflosenentschädigung. Gleichzeitig forderte sie den Mann auf, die geleistete Hilflosenentschädigung von 75'160 Franken sowie die Invalidenrente von 105'000 Franken für die Zeit vom Dezember 2006 bis Mai 2010 zurückzuerstatten. Der «schwerinvalide Mann» war überwacht worden. Dabei wurde unter anderem festgestellt, dass er problemlos Auto fahren sowie schwere Pneus einladen und transportieren konnte. Sowohl das Schwyzer Verwaltungsgericht als nun auch das Bundesgericht haben dieses Vorgehen der Schwyzer IV-Stelle abgesegnet.

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