SCHWYZ: Schiessanlagen werden umfangreich saniert

Die Gemeinde Schwyz will die vier 300m-Schiessanlagen weiter sanieren als es das gesetzliche Minimum verlangt. Die Mehrkosten betragen gut eine halben Million Franken.

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Die Böden der 300m-Schiessanlagen müssen in den kommenden Jahren saniert werden. (Bild: Sandro Portmann / Neue SZ)

Die Böden der 300m-Schiessanlagen müssen in den kommenden Jahren saniert werden. (Bild: Sandro Portmann / Neue SZ)

Die Böden bei 300 m-Schiessanlagen müssen im Verlauf der nächsten Jahre alle saniert werden. Der Boden darf nur noch mit maximal 1000 mg Blei pro Kilo belastet sein. In der Gemeinde Schwyz sind von dieser gesetzlichen Pflicht noch vier Schiessanlagen betroffen. Deren Sanierung auf das gesetzliche Erfordernis würde Kosten von 2,8 Millionen Franken verursachen, wie die Gemeinde Schwyz mitteilte.

Der Gemeinderat Schwyz jedoch will weitergehen und die Bodenbelastung bei den Kugelfängen der Schiessanlagen auf lediglich noch 200 mg Blei pro Kilogramm reduzieren. Damit könne eine Fläche von insgesamt 16‘700 Quadratmeter Wiesland für eine uneingeschränkte landwirtschaftliche Nutzung zurück gewonnen werden, heisst es in der Mitteilung weiter.

Beitrag für Landwirtschaft und Umwelt

Aus der Sanierung-Absicht des Gemeinderates entstehen Mehrkosten von gut einer halben Million Franken. Und weil die Sanierung über das gesetzliche Minimum hinaus keine gebundene Ausgabe darstellt, muss der gesamte Kredit für die Sanierung der Altlasten dem Stimmbürger vorgelegt werden.

An der von rund 80 Personen besuchten vorberatenden Gemeindeversammlung vom Mittwochabend fand das Vorhaben eine breite Zustimmung. Das Vorgehen sei ein Zeugnis für Weitsicht und stelle einen wertvollen Beitrag für die Landwirtschaft und die Umwelt dar.

Das Stimmvolk wird am 24. November über den Gesamtkredit von 3,459 Millionen Franken entschieden. Die Gemeindekasse wird aus dem bis ins Jahr 2017 vorgesehenen Sanierungspaket netto mit 1,864 Millionen Franken belastet. Die übrigen Kosten tragen der Bund, der Kanton und die Schützenvereine.

pd/zim