SCHWYZ: Schwäne sind auch in Schwyz ein Problem

Schwäne gehören an Schwyzer Seen zum gewohnten Bild. Doch die Tierliebe wird immer mehr zum Problem. Der Kanton ruft die Bevölkerung auf, Wildtiere nicht mehr zu füttern.

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Schwäne sollten im Kanton Schwyz nicht gefüttert werden. (Bild: Markus von Rotz)

Schwäne sollten im Kanton Schwyz nicht gefüttert werden. (Bild: Markus von Rotz)

Die Bestände an Schwänen haben auch im Kanton Schwyz zugenommen, wie das Umweltdepartement in einer Mitteilung schreibt. Ursache dafür sind fehlende Feinde, ideale Fortpflanzungsbedingungen und die Fütterung. Deshalb rät das Departement: «Bitte Schwäne nicht füttern».

Eine Fütterung von Wildtieren sei grundsätzlich nicht notwendig. Die Wasservogelwelt finde ausreichend Futter in und an den Gewässern. Brot- und andere Backwaren würden Wildtiere krank machen. Zudem komme es durch das Füttern zu unnatürlich hohen Vogeldichten an den Fütterungsstellen. Das helfe mit, dass sich Krankheiten unter den Tieren verbreiten können. Als zusätzlicher unangenehmer Nebeneffekt werden Ratten und andere Nagetiere angelockt.

Der Schwan verteidigt durch sein aggressives Verhalten einerseits sein Gelege und verdrängt andererseits die anderen Wasservögel. Zwischenfälle mit Schwänen und Badende, Wassersportler, Fischer, Hundebesitzer, Jogger, Wanderer oder Reiter stiegen stark an. Ebenso nahmen im Kanton Schwyz Meldungen über Schäden in der Landwirtschaft durch Abfressen von Jungpflanzen und Verkotung zu. Die Zunahme der Schwanenbestände und dem damit einhergehenden Wechsel steigert auch das Unfallrisiko im Strassen- und Schienenverkehr.

Das Umweltdepartement ruft die Bevölkerung auf, das Füttern einzustellen. Dadurch sollte es möglich sein, die Probleme, welche die Schwäne verursachen, auf ein erträgliches Mass zu begrenzen. So könne die Artenvielfalt erhalten bleiben und die Sicherheit der Bevölkerung gewährleistet werden.

pd/rem