SCHWYZ: Schwyz will Entlastungsstollen für Lauerzersee

Der Regierungsrat will prüfen, ob mit einem Entlastungsstollen Überschwemmungen des Lauerzersees verhindert werden können. Er beantragt dem Parlament für ein Bauprojekt und eine Umweltverträglichkeitsprüfung 0,8 Millionen Franken.

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Immer wieder tritt der Lauerzersee über die Ufer, wie hier am 10. Oktober des letzten Jahres. (Bild: Charly Keiser / Neue SZ)

Immer wieder tritt der Lauerzersee über die Ufer, wie hier am 10. Oktober des letzten Jahres. (Bild: Charly Keiser / Neue SZ)

Der Regierungsrat kommt damit einem Auftrag des Kantonsrates nach, der sich für eine Abklärung einer Lauerzersee-Regulierung ausgesprochen hatte. Die Regierung selbst hatte eine solche stets abgelehnt.

Der Regierungsrat weist darauf hin, dass der Pegel des Lauerzersees auch bei einem ausserordentlichen Hochwasser verhältnismässig langsam steige. 2005 sei er innerhalb von zwei Tagen von 447,65 auf 449,65 Meter über Meer gestiegen.

In der Regel sei genügend Zeit vorhanden, um Schutzmassnahmen zu ergreifen, stellt der Regierungsrat in seinem Bericht fest. Zudem sei die Gefährdung von Menschen bei einem Seehochwasser kleiner als bei einem Wildwasserhochwasser.

Der Entlastungsstollen dürfte rund 700 Meter lang werden und vom Seeausfluss durch den Urmiberg bis zum Dorfausgang Unterseewen führen. Die Unterlieger dürfen jedoch nicht zusätzlich belastet werden, und der Moorschutz muss eingehalten werden. Grosse Teile des Moores im Gebiet Sägel seien auf häufige kleinere Überschwemmungen zwingend angewiesen, heisst es in der Botschaft. (sda)