Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

SCHWYZ: Sicherheitsprobleme befürchtet

Nach der Politik unterstützen nun auch das Gewerbe und die Industrie die Regierung im Kampf gegen das Bundesasylzentrum.
Der Bund sucht eine einvernehmliche Lösung, eine Alternative zum Wintersried sieht er aber nicht. (Bild: Andreas Seeholer / Bote der Urschweiz)

Der Bund sucht eine einvernehmliche Lösung, eine Alternative zum Wintersried sieht er aber nicht. (Bild: Andreas Seeholer / Bote der Urschweiz)

Die Opposition gegen das vom Bund geplante Bundesasylzentrum im Wintersried in Seewen wird immer breiter. Nachdem gestern die Präsidenten der bürgerlichen Kantonsratsfraktionen SVP, CVP und FDP in einem offenen Brief dem Schwyzer Regierungsrat in seinem Kampf gegen das geplante Vorhaben des Bundes den Rücken gestärkt haben (Ausgabe von gestern), ziehen jetzt Vertreter des kantonalen Gewerbes und der Industrie nach und blasen ins gleiche Horn.

«Aus Sicht des Gewerbes und der Industrie ist die regierungsrätliche Haltung voll zu unterstützen», sagt Karl Fisch, Präsident des Kantonalen Gewerbeverbandes. «Der offene Brief der bürgerlichen Fraktionspräsidenten ist, so hoffe ich, ein weiteres Druckmittel gegenüber dem Bundesamt für Umwelt (Bafu).» Fisch unterstützt die Forderung der Parteipräsidenten, die ein neutrales Gutachten fordern. Dieses soll die negative Beurteilung des Bafu zum Alternativ-Standort Glaubenberg «unter Berücksichtigung aller relevanten Aspekte, welche über den Moorschutz hinausgehen», beurteilen.

Kurz und bündig fällt die Stellungnahme von Andreas Kümin, dem Präsidenten des Handels- und Industrievereins des Kantons Schwyz, aus: «Der Handels- und Industrieverein vertritt voll und ganz die Position und die Argumente, die im offenen Brief der bürgerlichen Fraktionspräsidenten erläutert werden.»

«Menschenansammlungen werden verunsichern»

In einem Brief an den Regierungsrat hat sich auch Mario Camenzind, Geschäftsführer des Mythen-Centers Schwyz, bei der Regierung für deren Einsatz gegen das geplante Vorhaben bedankt. Gleichzeitig äussert sich Camenzind besorgt um die Sicherheit. Diese werde sich mit einem Ausreisezentrum mit seinen mehr als 400 Personen ohne Zukunft in der Schweiz «auf einen Schlag ändern». Er denke da an all die Kleinbetriebe, welche vom Bundesasylzentrum zum Bahnhof und rund um dieses Zentrum im Gebiet Wintersried in Seewen angesiedelt sind.

«Auch für das Mythen-Center Schwyz würden mit dem Bundesasylzentrum massive Sicherheitsprobleme entstehen. Das Mythen-Center wird eine jener Lokalitäten sein, welche von den Insassen – die ja keinen geregelten Tagesablauf haben – auch aus Langeweile regelmässig aufgesucht werden. Es wird zu Menschenansammlungen kommen, welche unsere Kunden, Mietpartner und Mitarbeitenden verunsichern», schreibt Camenzind im Brief an die Regierung. Das Mythen-Center habe in der Vergangenheit viel investiert, um ein familienfreundliches und sicheres Einkaufscenter zu sein.

Ruggero Vercellone

zentralschweiz@luzernerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.