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SCHWYZ: Spektakuläre Brücken in der Muotaschlucht

Stege entlang der Felswände, Brücken über dem tosenden Fluss: Ein Wanderweg durch die Muotaschlucht soll gebaut werden – mit fünfjähriger Verspätung.
So soll der «stiebende Steg» durch die Muotaschlucht dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

So soll der «stiebende Steg» durch die Muotaschlucht dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

Das Projekt war grundsätzlich unbestritten, doch es kam zur falschen Zeit: Just als die Schwyzer Kantonsfinanzen aus dem Lot gerieten, zog der Kantonsrat in der Budgetdebatte Ende 2010 die Notbremse und kippte den «stiebenden Steg» durch die Muotaschlucht aus dem Voranschlag 2011. Doch jetzt hat der Verein Schwyzer Wanderwege das Heft in die Hand genommen und will das spektakuläre Vorhaben nächstes Jahr realisieren: einen neuen Wanderweg, der nahe der Suworow-Brücke in die Abgründe der Muotaschlucht im Kanton Schwyz abtaucht, dort auf einem an den Felsen aufgehängten Steg Richtung Talstation der Stoos-Bahn führt und mit einer Hängebrücke den Fluss quert.

Kosten: 1,85 Millionen Franken

Der Kanton Schwyz als Träger der Hauptwanderwege hätte ursprünglich die gesamten Kosten von 1,85 Millionen Franken tragen müssen. Der Verein Schwyzer Wanderwege hat dem Kanton nun angeboten, als Bauherr aufzutreten und das notwendige Geld aufzutreiben. Von 1,85 Millionen Franken ist die Rede, so viel, wie schon 2010 veranschlagt war. Gemäss Budgetvorlagen 2016 soll vom Kanton eine Viertelmillion Franken fliessen – ein Bruchteil der ursprünglichen Investition. Die Gemeinde Schwyz hat 75 000 Franken eingestellt.

Weitere Anrainergemeinden sollen folgen, wie Emil Gwerder, Geschäftsführer der Fachorganisation des Vereins Schwyzer Wanderwege, auf Anfrage erklärt. «Die gesamte Wegstrecke von der Suworow-Brücke bis zum Selgissee verläuft zwar auf Gemeindegebiet Schwyz, aber wir werden auch die Anrainergemeinden um einen Beitrag angehen, da diese ebenfalls einen Nutzen haben.» Konkret sollen Muotathal, Illgau und Morschach angefragt werden.

Zusammen mit bereits zugesagten privaten Sponsorengeldern und der Eigenleistung des Vereins könne man damit das Herzstück des Weges finanzieren. Dieses beinhaltet einen an den Felsen der Schlucht aufgehängten Steg am rechtsseitigen Muotaufer und eine Hängebrücke, die das Tobel in der Nähe der Schlattli-Talstation überquert.

Projekt liegt fixfertig vor

Falls alles gut geht, will man noch im Dezember die Baueingabe einreichen. Die erste Etappe könnte bereits 2016 realisiert werden. Beat Fuchs vom Amt für Wald und Naturgefahren, sagt, dass das Projekt jenem entspricht, das bereits 2010 ausgearbeitet wurde und darum bereits vorliegt. Nach Abschluss der Arbeiten wird der Schluchtweg wieder ins Eigentum des Kantons überführt.

Franz Steinegger

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