SCHWYZ: Stimmvolk entscheidet über Beteiligung an Hochschule Rapperswil

Die Hochschule Rapperswil soll eine neue Trägerschaft erhalten. Die Kantone St. Gallen und Glarus stimmten dieser bereits zu. In Schwyz will die Regierung aus Spargründen nicht mitmachen, das Parlament dagegen schon. Nun entscheidet das Stimmvolk am 28. Februar.

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Ob sich der Kanton Schwyz an der Hochschule Rapperswil beteiligt, entscheidet das Stimmvolk. (Bild: Michel Canonica / PD)

Ob sich der Kanton Schwyz an der Hochschule Rapperswil beteiligt, entscheidet das Stimmvolk. (Bild: Michel Canonica / PD)

Nach dem Ausscheiden von Zürich bei der Hochschule für Technik Rapperswil (HSR) 2008 handelten die übrigen Kantone St. Gallen, Schwyz und Glarus eine neue Trägerschaft aus. Der Standortkanton St. Gallen soll in einer Führungsrolle die finanziellen und unternehmerischen Risiken allein tragen. Schwyz und Glarus können im Hochschulrat weiter mitreden und werden stärker zur Kasse gebeten.

Während sich die Parlamente in St. Gallen und Glarus klar hinter die neue Vereinbarung per 1. Oktober 2016 gestellt haben, kommt es in Schwyz zu einer Volksabstimmung. Das Parlament sprach sich aus bildungs- und wirtschaftspolitischen Überlegungen mit 63 gegen 32 Stimmen für die Vereinbarung aus. Da das Geschäft im Kantonsrat eine Dreiviertelsmehrheit verpasste, kommt es an die Urne.

Trägt zur Standortattraktivität bei

Die Mehrheit der Parlamentarier war der Meinung, dass Gewerbe und Industrie vom Zugang zur Forschung profitierten, und die gut qualifizierten HSR-Absolventen eine wichtige Ressource auf dem regionalen Arbeitsmarkt seien. Dank der geografischen Nähe trage die HSR zur Standortattraktivität des Kantons Schwyz bei.

Die Regierung hingegen lehnt einen Beitritt vor allem aus finanziellen Gründen ab. Sie will mit Blick auf die klammen Kantonsfinanzen Geld einsparen, ohne dass die Studierenden aus Schwyz einen Nachteil erleiden müssen. Diese könnten auch ohne Beitritt ohne Einschränkung an der Schule studieren.

Schwyz müsste neu für seine 113 Studierenden neben dem regulären Pro-Kopf-Beitrag gemäss der interkantonalen Fachhochschulvereinbarung einen Zuschlag von 90 Prozent bezahlen. Die jährlichen Kosten stiegen für Schwyz um 1,7 auf 3,6 Millionen Franken.

Die Hochschule für Technik Rapperswil wurde 1972 eröffnet. Sie ist in den Fachbereichen Technik/Informationstechnologie sowie Bau- und Planungswesen tätig und zählt rund 1500 Studierende. Sie ist Teil der Fachhochschule Ostschweiz.

sda