SCHWYZ: Strafanzeige gegen leitenden Angestellten

Gegen einen leitenden Angestellten des Schwyzer Bildungsdepartements ist eine Strafanzeige eingereicht worden. Nun muss die Staatsanwaltschaft die Frage klären, ob Sportfördergelder nach den erforderlichen Regeln vergeben wurden.

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Die Schwyzer Staatsanwaltschaft mit Sitz im Sicherheitsstützpunkt Biberbrugg (Bild) untersucht zurzeit in Sachen Sportfördergelder. (Archivbild)

Die Schwyzer Staatsanwaltschaft mit Sitz im Sicherheitsstützpunkt Biberbrugg (Bild) untersucht zurzeit in Sachen Sportfördergelder. (Archivbild)

Sind Sportfördergelder aus dem Sport-Toto-Topf zweckentfremdet worden? Mit dieser Frage hat sich zurzeit die Schwyzer Staatsanwaltschaft zu befassen. Das Bildungsdepartement hat gegen den Leiter der Abteilung Sport im Schwyzer Amt für Volksschulen und Sport eine Strafanzeige eingereicht, wie der Bote am Mittwoch berichtet. Der leitende Staatsanwalt Frédéric Störi bestätigte diese Meldung auf Anfrage.

Zur Deliktsumme äusserte sich Störi nicht. Der von der Anzeige betroffene leitende Angestellte ist nicht suspendiert worden, sondern weiterhin im Amt.

Wie in solchen Fällen üblich, gilt die Unschuldsvermutung. Gemäss dem Zeitungsbericht sind im Rahmen der ordentlichen Vereinsgeschäfte des Sportverbandes Kanton Schwyz Konten aufgetaucht, auf denen offenbar mehrere 100'000 Franken schlummern.

Bei den Geldern geht es um «Ergänzungsleistungen für Sportler», die Schwyzer Sportlern zugutekommen, für welche die sportliche Tätigkeit alles andere als ein Geschäft ist. Offenbar sind hier nicht alle Ausgaben zweifelsfrei belegt worden. Ob Fahrlässigkeit oder Vorsatz im Spiel sind, ist derzeit noch unklar.

rem/sda