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SCHWYZ: Tierpark: Kranich von Baum erschlagen - andere Vögel profitieren von Sturm

Der Natur- und Tierpark Goldau ist am Donnerstag wieder teilweise geöffnet. Die Wetterstation registrierte am Mittwoch eine Böe von 226 Stundenkilometern. «Burglind» hat 50 Bäume umgelegt. Ein Tier ist erschlagen worden. Der Sturm ist aber auch eine Chance, dass sich in freier Wildbahn bedrohte Vogelarten wieder ansiedeln.
Bäume sind an mehreren Stellen auf den Aussenzaun des Tierparks gestürzt. (Bild: Natur- und Tierpark Goldau)

Bäume sind an mehreren Stellen auf den Aussenzaun des Tierparks gestürzt. (Bild: Natur- und Tierpark Goldau)

Am Mittwoch um 10 Uhr hatte Burglind den geschlossenen Natur- und Tierpark Goldau erreicht. Wie der Tierpark in einer Medienmitteilung schreibt, wurden die Böen bis Mittag immer heftiger. Die Wetterstation auf dem Tierpark-Turm mass kurz vor 12 Uhr Sturmböen bis 226 Kilometern pro Stunde.

«Dementsprechend hinterliess der Sturm Spuren – rund 50 Bäume im Park hielten dem Wetter nicht stand», heisst es in der Mitteilung. Mehrere Bäume seien an mehreren Stellen auf den Aussenzaun des Tierparks gestürzt. Erste Einschätzungen der Parkleitung gehen von einem Schaden von rund 50'000 Franken aus. Wie es weiter heisst, muss die Parkleitung auch einen traurigen Verlust vermelden: «Ein 15-jähriges Graukranichmännchen wurde von einem umstürzenden Baum erschlagen.»

Aufräumarbeiten im Gang

Da einige der Bäume auf die Gehwege im Park stürzten und diese blockieren, ist ein Teil des Parks heute Donnerstag geschlossen. Die Aufräumarbeiten seien in vollem Gange und die Parkleitung bemühe sich, dass alle Teile des Parks im Verlauf des Tages wieder freigegeben werden können.

Andere Vögel profitieren von Sturm

Für weitere einheimischen Vögel ist ein Sturm wie «Burglind» vom Mittwoch zunächst ebenfalls gefährlich. Sie verstecken sich an geschützten Plätzen, um zu überleben. Gemäss dem Mediensprecher der Vogelwarte Sempach, Livio Rey, sind bis am Donnerstagvormittag keine Meldungen über tot, verletzt oder geschwächt aufgefundene Vögel eingegangen. Bisher sind auch keine Meeresvögel aufgefunden worden, wie es beim Sturm «Lothar» der Fall war.

Theoretisch wäre es aber möglich, dass Meeresvögel wie beispielsweise die Dreizehenmöwe durch die Winde in die Schweiz abgedriftet seien, so Rey. Nach dem Sturm «Lothar» seien in der Schweiz gar Sturmschwalben, die sonst auf offener See zu Hause sind, in der Schweiz aufgefunden worden.

Nach einem Sturm finden einige Arten einheimischer Vögel aber auch neuen Lebensraum und können sich wieder vermehren. In umgestürzten Bäumen und dem sogenannten Totholz leben beispielsweise Insekten, die den Vögeln als Nahrung dienen.

Spechte, die sich von Käferlarven ernähren, hätten von «Lothar» profitiert, sagt Rey. Auf den gelichteten Waldflächen siedeln sich vermehrt auch bedrohte Vögel an, die Sonne und Licht benötigen. Zu diesen Vögeln zählen die Waldschnepfe oder der Gartenrotschwanz.

tn/nop/spe

Dieses Kranichmännchen hat den Sturm Burglind nicht überlebt. (Bild: Natur- und Tierpark Goldau)

Dieses Kranichmännchen hat den Sturm Burglind nicht überlebt. (Bild: Natur- und Tierpark Goldau)

Einige der Bäume stürzten auf die Gehwege im Park stürzten und blockierten diese. Darum ist am Tag nach dem Sturm ein Teil des Parks geschlossen. (Bild: Natur- und Tierpark Goldau)

Einige der Bäume stürzten auf die Gehwege im Park stürzten und blockierten diese. Darum ist am Tag nach dem Sturm ein Teil des Parks geschlossen. (Bild: Natur- und Tierpark Goldau)

Sturmtief Burglind fegte mit Böen mit bis zu 226 Kilometern pro Stunde durch den Park. (Bild: Natur- und Tierpark Goldau)

Sturmtief Burglind fegte mit Böen mit bis zu 226 Kilometern pro Stunde durch den Park. (Bild: Natur- und Tierpark Goldau)

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