SCHWYZ: Umfrage verärgert Gewerbetreibende

Eine Umfrage soll aufzeigen, wie der Dorfkern aufgewertet werden könnte. «Ein Witz und reine Geldverschwen­dung», sagen kritische Schwyzer.

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Der Fragenkatalog zur Gestaltung des Dorfkerns. (Bild Erhard Gick/Neue SZ)

Der Fragenkatalog zur Gestaltung des Dorfkerns. (Bild Erhard Gick/Neue SZ)

Die Schwyzer möchten schon lange einen attraktiveren Dorfkern. Doch wie dies erreicht werden könnte, darüber scheiden sich die Geister schon seit Jahren.

Der Gemeinderat hat nun die Firma Quint AG in Cham beauftragt, einen Fragenkatalog auszuarbeiten, um der Bevölkerung auf den Zahn fühlen zu können. 20 000 Franken wurden dafür ausgegeben.

Angst vor Ladensterben
Die rund 20 Parkplätze um den Dorfbrunnen auf dem Schwyzer Hauptplatz sollten eigentlich schon lange verschwunden sein. Auch die Reichsstrasse und die Hirzengasse wollte der Gemeinderat an den Wochenenden von Autos befreien.

Doch damit waren vor allem Gewerbetreibende im Dorfkern nicht einverstanden. Sie befürchteten grosse Umsatzeinbussen, ja gar ein Ladensterben und den Verlust von vielen Arbeitsplätzen. Acht Beschwerden mit insgesamt rund 40 Unterschriften gingen nach Bekanntgabe des Beschlusses auf der Verwaltung ein.

Ohne Termin
Einige Personen haben sich kritisch mit dieser Befragung auseinandergesetzt und sind zum Schluss gekommen, dass es sich dabei um eine reine Geldverschwendung, um eine Alibiübung handeln muss. Von Professionalität könne nicht die Rede sein, das sei schon damit bewiesen, dass ein Termin für die Rücksendung fehle. Die Fragen seien suggestiv und wollten den Leuten vor allem die Verunstaltung des Hauptplatzes durch Autos weismachen. Teilweise seien sie kaum beantwortbar.

«Wie soll ich beantworten, ob ich den Dorfkern einladend oder abstossend, übernutzt oder zu wenig genutzt, unbelebt oder belebt empfinde», sagt ein Gewerbetreibender, der anonym bleiben will, da er sowieso um jede Kleinigkeit bei der Gemeinde kämpfen müsse. «Das eine gilt vielleicht für die Hofmatt, das andere für den Hauptplatz oder sonst eine Ecke im Zentrum.»

Im zweiten Teil geht es spezifisch um den Hauptplatz, vor allem um die Verkehrssituation dort. Es wird beispielsweise gefragt, ob Carparkplätze oder auch solche für Autos ausgebaut werden sollen oder ob der Durchgangsverkehr verflüssigt werden soll.

Daniela Bellandi

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.