SCHWYZ: Untersuchung gegen Bruno Frick eingestellt

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz hat bezüglich der Strafanzeige gegen Bruno Frick und Philipp Dobler je eine Nichtanhandnahmeverfügung erlassen, mithin formell keine Strafverfahren eröffnet.

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Bruno Frick während einer Debatte im Ständerat in der Sommersession 2010. (Bild: Archiv / Keystone)

Bruno Frick während einer Debatte im Ständerat in der Sommersession 2010. (Bild: Archiv / Keystone)

Die Untersuchung der Staatsanwaltschaft hat ergeben, dass Bruno Frick und Philipp Dobler im Zusammenhang mit ihrem Mandat bei der Buechli Holding AG von Juni 1997 bis März 1999 weder eine strafrechtlich relevante Pflichtverletzung, noch eine Schädigungs- und/oder Berei-cherungsabsicht vorgeworfen werden kann.

Die beanzeigten Straftatbestände sind nach Auffassung des fallführenden Staatsanwaltes eindeutig nicht erfüllt, wie die Kantonspolizei Schwyz am Freitag mitteilt. Gegen die Nichtanhandnahmeverfügungen kann innert 10 Tagen Beschwerde beim Kantonsgericht Schwyz erhoben werden.

Der Schaden ist trotzdem angerichtet

Für Bruno Frick ist dieser Entscheid eine «Genugtuung», wie er in einer Mitteilung festhält. Zudem hätten sich die erhobenen Anschuldigungen gegen ihn wegen einem geschäftlichen Vorfall aus dem Jahr 1999 als haltlos und willkürlich erwiesen.

Obwohl die Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz kein Strafverfahren gegen Frick eröffnet, bleibt ein übler Beigeschmack der Angelegenheit: «Betrüblich bleibt der Umstand, dass es mit Hilfe einer haltlosen Strafanzeige und der Schlagzeile eines Sonntagsblattes möglich ist, eine Kampagne gegen Personen des öffentlichen Lebens loszutreten. Mit häufig wiederholten Verdächtigungen wird eine Person in Misskredit gezogen. Der Schaden ist angerichtet, auch wenn die Vorwürfe in sich zusammenfallen», schreibt Bruno Frick am Freitag in einer Mitteilung.

Anfang Juli war bekannt geworden, dass gegen Frick im Kanton Schwyz ein Strafverfahren wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung läuft. Davon hatten weder er noch der Bundesrat bei der Wahl Fricks in den Verwaltungsrat der Finanzmarktaufsicht Ende Juni gewusst.

pd/nop