SCHWYZ: Volksinitiative verlangt flächendeckend Bankfilialen

Im Kanton Schwyz soll die Kantonalbank in allen Orten mit über 2500 Einwohnern eine eigene Bankfiliale führen müssen. Am Mittwoch will das Komitee «Rettet die SZKB Filialen» seine nach eigenen Angaben zustande gekommene Volksinitiative bei der Staatskanzlei einreichen.

Drucken
Teilen

Das Komitee sammelte seit April 2014 rund 2400 Unterschriften, wie dessen Vertreter Beat Studer am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Nötig für das Zustandekommen sind 2000 Unterschriften.

Die Initiative will die Kantonalbank mit einem neuen Passus im kantonalen Gesetz zur flächendeckenden Präsenz verpflichten. Das Geldinstitut soll in jeder Ortschaft des Kantons mit mehr als 2500 Einwohnern eine öffentliche Bankfiliale mit eigenem Personal betreiben.

Die Kantonalbank würde willkürlich und ohne finanzielle Not vier kleine Filialen schliessen, schreibt das Komitee. Nachdem die Banker sich weigern würden, die flächendeckende Präsenz der Bank zu sichern, müsse der Kanton als Eigentümer der Bank die Weichen selber stellen, heisst es weiter.

Die Schwyzer Kantonalbank schloss wegen geänderter Kundenbedürfnisse im ersten Halbjahr 2014 drei von 27 Filialen, nämlich in Seewen, Immensee und Freienbach. In Ibach wurden zwei Stellen zu einer Filiale zusammengefasst.

Die Bank lehnt die Initiative ab. Deren Forderung würde die Kosten der Bank in die Höhe steigen und die Gewinne sinken lassen, sagte ein Bank-Sprecher auf Anfrage. Bei einer Annahme der Initiative rechnet das Geldinstitut mit Investitionen von mindestens 18 Millionen Franken und Folgekosten von 4 bis 4,5 Millionen.

Die Schwyzer Kantonalbank mit Hauptsitz in Schwyz wurde 1890 gegründet. Sie gehört zu 100 Prozent dem Kanton und beschäftigt rund 480 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

sda