SCHWYZ: Wieder Streit am Friedberg

Der Streit um den Bau eines Mehrfamilienhauses im Friedberg-Park flammt erneut auf. Schon wieder legen sich die Nachbarn quer.

Drucken
Teilen
Blick über den Tennisplatz des Friedberg-Parks. Plan der BSS-Architekten ist, das gesamte Gelände bis an die Hecke zu überbauen. (Archivbild Harry Ziegler/Neue SZ)

Blick über den Tennisplatz des Friedberg-Parks. Plan der BSS-Architekten ist, das gesamte Gelände bis an die Hecke zu überbauen. (Archivbild Harry Ziegler/Neue SZ)

Wieder wehren sich Anwohner gegen einen von den BSS-Architekten geplanten Bau von Luxus-Wohnungen im Park des Friedberg-Areals in Schwyz. Sie haben gegen das Ende Juli im Amtsblatt publizierte Baugesuch eingesprochen. Die BSS-Architekten hatten das ursprüngliche Projekt überarbeitet, nachdem die vom Gemeinderat Schwyz erteilte Baubewilligung vom Regierungsrat aufgehoben worden war.

«Falsch, dass wir nicht mit den Nachbarn gesprochen haben»
Wie Alfred Suter von den BSS-Architekten bei der Präsentation des überarbeiteten Projekts sagte, habe sich an der Dimension des Gebäudes – einem der Hauptkritikpunkte früherer Einsprachen – nichts geändert. In der Einsprache, die der Neuen SZ vorliegt, wird vor allem die Überschreitung der erlaubten Ausnützungsziffer beim Neubauprojekt der BSS bemängelt.

«Seit drei Jahren werden wir nun mit bösartigen Unterstellungen geplagt», so der Architekt. Ihnen gehe es im Friedberg lediglich darum, qualitativ Hochwertiges zu erstellen. Auf die in der Einsprache gemachten Vorwürfe wollte Schönbächler nicht eingehen, da es sich um ein laufendes Verfahren handle. Lediglich einen Kritikpunkt kommentierte er. Es sei falsch, dass sie nicht mit den betroffenen Nachbarn gesprochen hätten.

Ein langes hin und her
Vorgeworfen wird den BSS-Architekten in der aktuellen Einsprache, sie hätten den damaligen Schwyzer Gemeinderat nach seinem ersten ablehnenden Entscheid 2005, unter Druck gesetzt. Es sei ein Besprechungstermin noch während der Rechtsmittelfrist verlangt worden. In der Besprechung vom 13. Januar 2006 dann habe die Bauherrschaft dem Gemeinderat «eine völlig unbegründete und ungehörige Schelte wegen des negativen Beschlusses» erteilt.

Nur eine Woche später «unterbreitete die Bauherrschaft ein abgeändertes Projekt und gab damit dem Gemeinderat die Rahmenbedingungen für ein neues Projekt (Regelbauweise) gleich selber vor», heisst es in der Einsprache. Wiederum eine Woche später kam «aufgrund der Vorgaben der Bauherrschaft ein Zirkularbeschluss des Gemeinderates zu Stande, wonach der Schutzzweck des Kigbo-Objekts eingehalten sei, wenn der Neubau nicht länger als 61,88 Meter» sei.

Eine Verkleinerung sei zumutbar
Das am 14. März 2006 eingereichte und ein Jahr später vom Gemeinderat bewilligte Baugesuch wurde auf Beschwerde hin am 11. März 2008 vom Schwyzer Regierungsrat aufgehoben. Begründet wurde die Aufhebung der erteilten Bewilligung unter anderem damit, dass nicht einfach die Tiefe des Gebäudes angepasst werden dürfe, sondern dass die Länge des Gebäudes eben auch gekürzt werden müsse. Eine Verkleinerung sei denn auch ohne weiteres zumutbar, bemerkte die Regierung in ihrem Entscheid.

Harry Ziegler

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.