Schwyz will Neat im Urmiberg

Der Gemeinderat Schwyz verlangt eine schnelle Planung und Realisierung des Urmibergtunnels als Neat-Zufahrt. Nur mit einer derartigen Linienführung könne das derzeitige regionale Bahnangebot längerfristig garantiert werden.

Drucken
Teilen
Ein ICN zwischen Brunnen und Schwyz. (Bild: Erhard Gick/Neue SZ)

Ein ICN zwischen Brunnen und Schwyz. (Bild: Erhard Gick/Neue SZ)

Drei zentrale Anliegen bringt der Gemeinderat Schwyz in seiner Vernehmlassung zum Sachplan Schiene und dabei insbesondere zu Fragen der künftigen Neat-Führung im Talkessel Schwyz an. Er fordert eine rasche Planung und Realisierung des Urmiberg-Bahntunnels. Er fordert die Aufrechterhaltung des heutigen Regionalverkehrsangebotes auf den SBB-Stammlinien. Und er verlangt wirksame, nachhaltige Massnahmen zum Schutz vor Lärm- und Erschütterungsemmissionen durch die vermehrte Raumbeanspruchung des Bahntransitverkehrs. Alle Forderungen der Gemeinde Schwyz haben einen inneren Zusammenhang und können mit dem Hauptanliegen - nämlich der Verlegung der Neat-Zufahrtslinie durch den Talkessel Schwyz in den Urmiberg - erfüllt werden, wie die gemeinde Schwyz in einer Medienmitteilung vom Dienstag schreibt.

Gegen Kapazitätsausbau auf Stammlinie

Ein Bau des Urmibergtunnels sei für die Region von grösster Wichtigkeit, hält der Gemeinderat Schwyz in seiner Stel-lungnahme fest. Eine terminliche Zurückstellung dieses Projektbestandteiles sei deshalb entschieden abzulehnen; Axen- und Urmibergtunnel müssten unter allen Umständen erstens so schnell wie möglich und zweitens auf jeden Fall gleichzeitig in Betrieb genommen werden. Eine solche Massnahmen- und Umsetzungsplanung sei aus verschiedensten Gründen unabdingbar.

Die Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels in rund fünf Jahren werde eine erhebliche Belastungszunahme entlang der SBB-Stammlinie verursachen: «Der verstärkte Güterverkehr führt im ganzen Talkessel Schwyz von Brunnen bis Goldau zu einer weiteren Reduktion der Wohn- und Lebensqualität. Eine optimale Auslastung des Neat-Basistunnels ohne die Realisierung der Zufahrtslinien ist und bleibt für die betroffenen Gemeinden und Ortschaften nicht akzeptabel.»

Drittes Gleis «keine taugliche Variante»

Für den Bau der beiden Bahntunnels am Urmiberg und am Axen sprechen auch andere regionalpolitisch höchst bedeutsame Aspekte. Das Regionalverkehrsangebot auf der Schiene und die Anbindung an den überregionalen und nationalen Bahnverkehr muss mindestens auf dem heutigen Stand garantiert werden. Dies ist jedoch nur mit Kapazitätsausbauten möglich, ist die SBB-Stammlinie doch jetzt schon voll ausgelastet. Deren Ausbau - beispielsweise durch ein drittes Gleis - mitten durch die Dörfer Goldau, Steinen und Seewen stellt für den Gemeinderat Schwyz absolut keine taugliche Variante dar, um den steigenden Güter- und Personenverkehr zu bewältigen.

pd/zim