Schwyz will Sicherheitsgewerbe reglementieren

Im Kanton Schwyz ist das private Sicherheitsgewerbe bisher überhaupt nicht reglementiert. Dies soll sich ändern. Der Schwyzer Regierungsart beantragt dem Kantonsrat, dem Konkordat über private Sicherheitsdienstleistungen beizutreten, teilte er am Donnerstag mit.

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Die Securitas - hier bei einem Einsatz vor der Obwaldner Kantonalbank in Alpnach 2009 - gehört dem Verband Schweizerischer Sicherheitsdienstleistungsunternehmen an. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Die Securitas - hier bei einem Einsatz vor der Obwaldner Kantonalbank in Alpnach 2009 - gehört dem Verband Schweizerischer Sicherheitsdienstleistungsunternehmen an. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Das von der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektrinnen- und direktoren erarbeitete Konkordat schafft unter anderem eine Bewilligungspflicht für die Führung und den Betrieb von privaten Sicherheitsunternehmen. Geregelt wird auch, welche beruflichen Grund- und Weiterausbildungen vorausgesetzt werden.

Während die Westschweizer Kantone bereits im Jahre 1996 in einem Konkordat gemeinsame detaillierte Zulassungskriterien für private Sicherheitsdienste festgelegt hatten, bestehen in der Deutschschweiz von Kanton zu Kanton grosse Unterschiede.

So darf beispielsweise, wer heute in einem Kanton eine Tätigkeit in einem privaten Sicherheitsdienst rechtmässig ausübt, diesen Beruf nach den Regeln dieses Kantons überall in der Schweiz frei ausüben. So will es das seit 2006 im Binnenmarktgesetz verankerte Herkunftsprinzip.

Mit dem Konkordat werde die kantonale Polizeihoheit gewahrt und ein einheitliches Zulassungs-, Kontroll- und Qualitätssicherungssystem geschaffen, das nicht mehr unterlaufen werden könne, ist die Schwyzer Regierung überzeugt.

sda