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100 Anträge auf Kurzarbeit im Kanton Schwyz ++ 27 Corona-Fälle ++ Zivilschützer leisten Einsatz im Spital

Die Regierungsräte appellieren an die Eigenverantwortung aller Schwyzerinnen und Schwyzer. Für kantonsspezifische Corona-Fragen wurde ein Info-Telefon eingerichtet.

Geri Holdener, René Meier
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Der Kanton Schwyz informierte am Dienstagnachmittag, wie die Massnahmen zum Schutz vor dem Corona-Virus umgesetzt werden. Sie informierten:

Im Kanton Schwyz sind wegen der Corona-Krise bereits über 100 Gesuche für Kurzarbeit eingegangen. Die Regierung will diese rasch behandeln und prüft weiter Hilfsmassnahmen, wie sie an einer Medienkonferenz am Dienstagnachmittag sagte. Im Vordergrund stehe dabei eine effiziente und unbürokratische Abwicklung der Kurzarbeitsentschädigung. 

Zuvor teilte das Volkswirtschaftsdepartement mit, dass die Regierung wegen des Coronavirus eine Ausnahme für Geschäfte, die Lebensmittel und Gegenstände für den täglichen Bedarf anbieten. Demnach dürfen Läden am 19. März ihre Türen öffnen. 

Das war die Medienkonferenz:

16:53 Uhr

Regierungsrat André Rüeggsegger: 

  • Auf freiwilliger Basis haben sich 50 Zivilschutz-Angehörige beim Kanton gemeldet und stehen nun im Dienst.
  • Zur Durchsetzung aller Massnahmen: Wir wollen vorerst nicht mit aller Härte die Massnahmen durchsetzen. Es geht jetzt darum, dass man die Leute überzeugt, dass diese Massnahmen nötig sein.
  • Aktuell berichtet die Kantonspolizei von einer eher rückläufigen Anzahl Einsätze. Die Lage im Kanton ist geordnet.
  • Verstösse gegen die Verbote des Bundes können mit Gefängnis bis zu drei Jahren geahndet werden.
16:48 Uhr

Magnus Sigrist, Stabsschef Kantonaler Führungsstab:

  • Der Führungsstab hat einen Vertreter der Armee integriert. Ein Bindeglied für allfällige Hilfeleistungen durch das Militär.
  • Es geht darum, den Kollaps im öffentlichen Gesundheitswesen zu verhindern.
  • Grundsätzlich ist es für jedes Restaurant möglich, Take-Away anzubieten. Einfach die Plätze im Gasthaus dürfen nicht besetzt sein.
  • Zivilschützer sind unter anderem im Spital Schwyz und Lachen für Eingangskontrollen im Einsatz. Ausserdem machen sie Medikamententransporte. Es wird auch geprüft, ob der Zivilschutz medizinisch nicht kritische Patienten von A nach B fahren könnte, als Entlastung für die Rettungsdienste.
16:39 Uhr

Neue Info-Line des Kanton Schwyz
Neu gibt es eine kantonale Infoline, dies zusätzlich zur Hotline des Bundesamts für Gesundheit (Telefon 058 463 00 00), die während 24 Stunden in Betrieb ist. Sie ist bedient zu den Bürozeiten und lautet: 041 819 22 61 oder E-Mail: kfs.schwyz@sz.ch

16:35 Uhr

Regierungsrat André Rüeggsegger:

  • Die Schulschliessung kam relativ unerwartet. Das Bildungsdepartement musste sehr schnell reagieren.
  • Die Kinder-Betreuung durch die Schule ist als Ausnahmeregelung gedacht. Man will verhindern, dass sich Grosseltern um die Kleinen kümmern.
  • Nicht alle Gemeindeschulen sind in der Teleschulungs-Frage gleich weit. Der Aufbau läuft. Es gibt es auf der Homepage des Bildungsdepartements ein FAQ mit den wichtigsten Antworten für die Eltern. Die Infos werden laufend aktualisiert.
  • Der Zivilschutz soll ganz allgemein unterstützend im Einsatz stehen, etwa bei Zugangskontrollen oder zur Bewältigung der soeben aufgeschalteten Info-Line für den Kanton Schwyz. Wobei die Hotline des BAG primär für Gesundheitsfragen die richtige Adresse ist. Die Schwyzer Info-Line kann eher Auskunft geben über Zuständigkeitsfragen.
16:29 Uhr

Landammann Kaspar Michel:

  • Als wirtschaftliche Hilfe bieten sich nebst Bürgschaften auch Kurzarbeit als Alternative zu Entlassungen an. Über 100 Anträge für Kurzarbeits-Entschädigungen sind bisher eingegangen.
  • Auch Liquiditätshilfe und Überbrückungsmassnahmen werden im Kanton diskutiert. Die Abklärungen der Modalitäten laufen.
  • Die kantonale Verwaltung läuft, wenn auch mit Einschränkungen. Allenfalls wird auf persönlichen Kontakt zum Bürger verzichtet. Telefonieren und Mailen sind mögliche Alternativen.
  • Schichtbetrieb, Telearbeit und die Aufhebung von Blockstunden werden in der Verwaltung diskutiert.
16:23 Uhr

Frau Landesstatthalter Petra Steimen-Rickenbacher:

  • Die Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten ist sichergestellt.
  • Der Kanton Schwyz ist stark. Aber wir brauchen die Stärke aller Einwohner. Die gefährdeten Personen sind auf die Unterstützung durch uns angewiesen.
  • Halten Sie Abstand, aber behalten Sie die innere Nähe.
  • Ich bin stolz zu sehen, wie sich unsere Bevölkerung gegenseitig unterstützt und kreativ nach Lösungen sucht.
16:19 Uhr

Frau Landesstatthalter Petra Steimen-Rickenbacher:

  • Wir haben eine Situation, in der es wichtig ist, dass wir zusammenhalten.
  • Das Virus hat eine Härte und Konsequenz, die wir uns kaum vorstellen konnten.
  • Die Gesundheit der Bevölkerung hat unsere oberste Priorität.
  • Wir müssen die Alters- und Pflegeheime schützen und die Spitäler unterstützen.
  • Die Medien sind gefordert, sachlich zu berichten und die Bevölkerung zu sensibilisieren.
16:14 Uhr

Regierungsrat André Rüegsegger:

  • Im Kanton Schwyz haben wir 27 Personen, die mit dem Corona-Virus infiziert wurden. 
  • Am Wochenende wurde der kantonale Führungsstab eingesetzt, auch zur Entlastung der Fachkräfte an der Front. Das soll aber nicht Panik ausdrücken. Wir sind in einer organisierten Lage.
  • Am Montagabend gab es eine Info-Veranstaltung für die Gemeinden, insbesondere punkto Sicherheit. Wir empfehlen den Gemeinden, ebenfalls mit einem Führungsstab in Aktion zu treten.
16:06 Uhr

Landammann Kaspar Michel:

  • Mit Hochdruck arbeiten wir daran, die vielfältigen Probleme zu lösen.
  • Die ausserordentliche Lage erfordert ausserordentliche Massnahmen, auch wenn die gewöhnungsbedürftig sind. Die Konsequenzen sind unabsehbar.
  • Die Lage erfordert Vernunft, Solidarität und Eigenverantwortung.
  • Die Lageentwicklung ist sehr dynamisch. Wir fordern alle Bürger auf, sich an die Vorgaben und Massnahmen des BAG zu halten. Ein unerschütterliches Gebot der Stunde.
16:01 Uhr

Der kantonale Führungsstab hat im Kanton Schwyz inzwischen den Sonderstab Corona-Virus abgelöst. Die bisherigen Mitglieder des Sonderstabs sind auch in den Führungsstab integriert. Die Leitung hat Stabsschef Magnus Sigrist. Dem Führungsstab gehören auch Sicherheitsdirektor André Rüegsegger und Petra Steimen, Vorsteherin des Departements des Innern, an.

15:57 Uhr

Die Medienkonferenz startet um 16 Uhr. Es informieren: Landammann Kaspar Michel, Frau Landesstatthalter Petra Steimen-Rickenbacher, Regierungsrat André Rüegsegger und Magnus Sigrist, Stabsschef Kantonaler Führungsstab.

Medienkonferenz des Kantons Schwyz im Chaltbach-Zivilschutzzentrum (von links): Petra Steimen-Rickenbacher, André Rüegsegger, Kaspar Michel und Magnus Sigrist.

Medienkonferenz des Kantons Schwyz im Chaltbach-Zivilschutzzentrum (von links): Petra Steimen-Rickenbacher, André Rüegsegger, Kaspar Michel und Magnus Sigrist. 

Bild: Kanton Schwyz
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