21st Century Orchestra
Singen zu Aschenbrödel: 16-jährige Schwyzerin verzaubert das KKL

Am Dienstagabend hatte die Schwyzerin Ayla Holdener ihre Bühnenpremiere im KKL Luzern. Die 16-Jährige ist eine der drei Singstimmen des Klassikers «Drei Haselnüsse für Aschenbrödel».

Marina Lampert
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Ende November fand das Vorsingen für die Frauenstimme von «Drei Nüsse für Aschenbrödel» statt. Im Casting überzeugt und ausgesucht wurden die drei Singtalente Ayla Holdener aus Schwyz, Ellen Schnyder aus Olten und Lorena Bobeck aus Luzern. Das Filmmusik-Konzert wurde am Dienstagabend bereits zum dritten Mal aufgeführt. Für Ayla Holdener war es der erste Auftritt mit dem 21st Century Orchestra auf der Bühne des KKL Luzern, wie PilatusToday berichtet.

Die 16-Jährige hat seit ihrer Kindheit eine Leidenschaft fürs Singen und Musicals. Aus diesem Grund macht sie aktuell ihre Ausbildung bei der «Musical Factory Luzern» als Bühnentänzerin mit der Fachrichtung Musical/Show.

Von Kollegin überredet worden

Die Bewerbung fürs Casting sei eine spontane Idee gewesen. Ihre Kollegin Ellen Schnyder, die ebenfalls mitsingt, habe die Casting-Ausschreibung vom 21st Century Orchestra auf Instagram gesehen. Da zu diesem Zeitpunkt genau noch zwei Sängerinnen gesucht wurden, habe sich Ayla dann zusammen mit ihrer Kollegin beworben. «Ich habe es in die Audition geschafft und am Abend erfahren, dass wir beide die Rolle haben», erzählt Ayla.

Quelle: PilatusToday/Andreas Wolf

Zwischen der Audition und der ersten Aufführung am 14. Dezember lagen nur zwei Wochen. Insgesamt hatten die Sängerinnen drei intensive Proben: die erste alleine mit dem Dirigenten und der Pianistin und die letzten zwei zusammen mit dem Orchester. Laut dem Dirigenten Gianluca Febo seien die Proben super verlaufen: «Alle drei waren sehr gut vorbereitet und sind voller Elan.»

Stimmung vor dem Konzert

Am 20. Dezember war es für Ayla dann so weit. «Ich hatte schon ein bisschen Schmetterlinge im Bauch», beschreibt die 16-Jährige ihre Gefühle kurz vor dem Konzert. Am meisten nervös gemacht habe sie der Gedanke, vor dem 2000-köpfigen Publikum ihren Einsatz zu verpassen. «Bei so vielen Liedern, die gespielt werden, ist es schwierig, den richtigen Einsatz zu finden.»

Deswegen habe sie jede Nacht zum Einschlafen die Melodie von Aschenbrödel gehört und bekommt auf der Bühne, wenn nötig, Unterstützung von ihrer Sitznachbarin.

«Bin ein bisschen überwältigt»

Nach dem Konzert sagt Ayla mit einem Blumenstrauss in der Hand: «Ich bin sehr zufrieden und ein bisschen überwältigt von all dem, was gerade passiert ist.» Nervös war sie auf der Bühne nicht. Sie habe es genossen, wieder einmal auf einer grossen Bühne zu stehen und vor so vielen Menschen zu singen.

Am 26. Dezember verzaubert Ayla noch einmal mit ihrer Stimme das KKL und singt zu Aschenbrödel.