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Kleiner Mythen: 37-jährige Bergsteigerin stürzt in den Tod

Aus der Luft und im steilen Gelände suchte man in der Nacht auf Mittwoch im Mythengebiet nach einer vermissten Alpinistin. Die Berggängerin war am Dienstag am Kleinen Mythen 200 Meter abgestürzt. Für die 37-Jährige kam jede Hilfe zu spät.
Geri Holdener

Am Dienstag ging bei der Kantonspolizei Schwyz um 22.45 Uhr die Meldung ein, dass eine Bergsteigerin noch nicht von einer Tour beim Kleinen Mythen zurückgekehrt sei. Die Suche konzentrierte sich in der Nacht auf Mittwoch auf das steile Gebiet gleich südlich des Kleinen Mythen.

Mit Unterstützung der Rega und der Rettungskolonne des SAC Mythen konnte die 37-Jährige noch in der Nacht gefunden werden. Sie hatte sich bei einem rund 200 Meter langen Sturz tödliche Verletzungen zugezogen.

«Aufgrund der Lichtverhältnisse konnte die Verunfallte erst in den frühen Morgenstunden durch die Rega geborgen werden», teilte die Kantonspolizei Schwyz mit. Weshalb die Bergsteigerin abgestürzt ist, steht zurzeit nicht fest. Die Kantonspolizei Schwyz hat entsprechende Ermittlungen aufgenommen.

Mehrere tragische Bergunfälle in dieser Saison

Die Klettersaison im Mythengebiet hat diesen Frühling schwarz angefangen. Am 26. Mai ereignete sich am Haggenspitz ein erster tödlicher Bergunfall. Zwei Bergsteiger waren nach 13 Uhr am Aufsteigen. Der vordere Mann zog sich an einem Felsblock hoch, als sich dieser löste und talwärts fiel. Der nachfolgende Bergsteiger konnte sich nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit bringen und wurde von den herabstürzenden Felsmassen rund 200 Meter weit mitgerissen. Dabei erlitt der 34-jährige Deutsche tödliche Verletzungen.

Nur fünf Tage später ging am Morgen bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Schwyz die Meldung ein, dass vom Haggenspitz Hilferufe zu hören waren. Die Besatzung eines Rega-Helikopters entdeckte bei ihrem Suchflug im steilen Gelände des Haggenspitz eine leblose Person. Rettungsspezialisten konnten vor Ort nur noch den Tod des Bergsteigers feststellen. Aufgrund erster Ermittlungen gingen die Untersuchungsbehörden davon aus, dass sich der Zürcher Berggänger am Vormittag alleine am Aufstieg zum Haggenspitz befand. Aus bisher nicht geklärten Gründen stürzte er einige Meter vor dem Gipfel ebenfalls rund 200 Meter in die Tiefe.

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