60 Neuansteckungen im Kanton Schwyz innerhalb eines Tages verzeichnet – weiterführende Massnahmen werden geprüft

Angesichts eines erneuten Anstieges der Coronafallzahlen appelliert der Kanton Schwyz an die Bevölkerung, die Schutzbestimmungen strikte einzuhalten. Der Kanton stockt das Personal für das Contact Tracing auf und prüft weiterführende Massnahmen.

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(pjm/sda) Innerhalb eines Tages ist im Kanton Schwyz die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen von 198 auf 258 gestiegen. Zu den 258 Personen, die in Isolation sind, kommen 325 Personen, die mit diesen in Kontakt standen und sich in Quarantäne begeben mussten. Dazu kommen 282 Personen, die wegen eines Auslandaufenthalts in Quarantäne sind, wie der Kanton Schwyz am Freitag mitteilte.

Am stärksten betroffen ist weiterhin der innere Kantonsteil. Dort finden am Wochenende grössere Anlässe statt. Der Kanton ruft die Bevölkerung zu einem vorsichtigen und solidarischen Verhalten auf.

Die Situation in den Alters- und Pflegeheime bezeichnet das Departement des Innern als «einigermassen stabil». In einem weiteren Pflegeheim wurde eine Person positiv getestet.

Contact Tracing benötigt zusätzliche personelle Ressourcen

Wegen der vielen positiv getesteten Personen stösst die Kapazität des Schwyzer Contact Tracing an seine Grenzen. Es müssten zusätzliche personelle Ressourcen beansprucht werden, teilte das Departement des Innern mit. Angesichts der «verschärften Lage» fordert das Departement des Inneren die Bevölkerung zur strikten Einhaltung der Schutzmassnahmen auf.

Besondere Bedeutung komme dabei dem Tragen von Masken zu. So macht das Departement darauf aufmerksam, dass wer eine Maske getragen habe, nicht in Quarantäne müsse, wenn sich später herausstelle, dass es am Anlass einen Coronafall gegeben habe. Das Departement des Innern betont, dass viele Quarantänefälle auch der Wirtschaft schaden könnten, weil die Betroffenen dann am Arbeitsplatz fehlten.

Der Kanton prüfe zudem weitere Massnahmen. Welche genau, erläutert er nicht.