Alles andere als harmlos: dieser Farn muss ausgerissen werden

In den letzten Jahren hat sich der Adlerfarn in der Chestenenweid wie auch auf den Rigi-Alpen massiv ausgebreitet. Durch den Adlerfarn können sich andere Pflanzen nicht mehr entwickeln. Mitglieder der Pro Rigi haben nun den Adlerfarn ausgerissen.

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Der Adlerfarn dominiert an einigen Stellen in der Chestenenweid und verhindert das Aufkommen von anderen Pflanzen.
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Foto 9319 Das gleiche Foto wie oben nach rund vier Stunden Arbeit. In einem kleinen Gebiet wurde der Adlerfarn entfernt.
Feuerlilie wächst im Gebiet der Chestenenweid.
Im Gebiet Chestenenweid gibt es noch viele Schachbrett-Schmetterlinge.
Fliegen bei der Paarung.

Der Adlerfarn dominiert an einigen Stellen in der Chestenenweid und verhindert das Aufkommen von anderen Pflanzen.

Bild: PD

(sre) Die Chestenenweid in Weggis gilt als Naturschutzgebiet, in dem seltene Pflanzen wachsen. Alleine dort gedeihen fast 20 Orchideenarten. Diese Artenvielfalt gilt es zu schützen und zu fördern. Und genau deshalb ist der sogenannte Adlerfarn ein Problem. Er hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Pflanze erreicht eine Höhe von einem halben bis zwei Meter. Der Adlerfarn besitzt ein kriechendes, verzweigtes Rhizom (Wurzelstock). Seine Blätter decken den Boden ab und schränken das Wachstum von anderen Pflanzen und Blumen ein oder verunmöglichen es. Der Adlerfarn ist für Menschen und Tiere wie Kühe, Schafe und Schweine giftig.

Die Pro Rigi hat sich zum Ziel gesetzt, die Artenvielfalt in der Chestenenweid zu erhalten. Aus diesem Grund wird der Adlerfarn ausgerissen. Dabei sei es wichtig, die Pflanze mit einem Teil der Wurzel zu entfernen wie es in einer Mitteilung heisst. An Tagen nach Regen lassen sich die Pflanzen einfach aus dem Boden ziehen. Wer mithelfen möchte, kann sich bei einem der Vorstandsmitglieder der Pro Rigi melden.