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Aus der alten Stoosbahn soll ein Hotel werden

Immobilienunternehmer Christoph Schoop hat die alte Stoosbahn ersteigert. In den Kabinen sollen künftig Touristen übernachten können. Der Haken: Es fehlt noch eine mögliche Parzelle auf dem Stoos.
Nicole Auf der Maur
Christoph Schoop neben seiner neusten Errungenschaft, der alten Stoosbahn. (Bild: Nicole Auf der Maur)

Christoph Schoop neben seiner neusten Errungenschaft, der alten Stoosbahn. (Bild: Nicole Auf der Maur)

Dies wird wortwörtlich «Übernachten in Cabins». Christoph Schoop, Geschäftsführer der Immobilienfirma Tinoph AG mit Sitz in Baden, hat die alte Stoosbahn ersteigert, um aus ihr ein Kleinhotel zu bauen.

Je nach Projektausführung gäbe es bis zu zehn Kabinen, die zur Übernachtung dienen würden. «Rent a ­cabin», nennt sich das Vorhaben von Christoph Schoop.

Plan reifte schon länger

Der Gedanke, ein Kleinst­hotel aus der alten Stoosbahn zu bauen, schwirrt dem Unternehmer schon seit längerem durch den Kopf. «Bereits vor vier Jahren habe ich Interesse an der Bahn angemeldet», sagt er. Damals wurde sein Kaufangebot nicht angenommen.

An der offiziellen Versteigerung der Bahn vom letzten Samstag hat Schoop zugeschlagen. Das Mindestangebot für die alten Bahnkabinen lagen bei 3000 Franken. Es blieb dann auch bei diesem Betrag. «So manchen gibt es nicht, der eine Bahn kaufen will», lacht Christoph Schoop.

Noch ist der Standort unklar

Die Idee von Schoop ist es, die beiden Bahnen mit Aerogel aus der Luft- und Raumfahrt zu dämmen. «Somit verlieren wir wenig Raum», sagt Schoop. Wenn die sanitären Anlagen in die Bahnen integriert werden, seien vier bis sechs Kabinen als Hotelzimmer nutzbar. «Gäbe es eine externe sanitäre Anlage, hätten wir zehn Kabinen zu vermieten», sagt Christoph Schoop.

Das einzige Problem von Schoop ist der mögliche Standort des Hotels. «Wir haben noch kein Land, auf dem wir unser Projekt verwirklichen können», sagt er.

Für Christoph Schoop kommt das Hotel aus der alten Stoosbahn nur auf dem Stoos in Frage. «Wenn wir keinen Standort auf dem Stoos finden für das Projekt, ist die alte Stoosbahn dem Tode geweiht», meint der Unternehmer, der das Projekt gemeinsam mit Daniele Blum von der Stoos Sternegg AG realisieren will.

Stoosbahnen freuen sich über die Idee

Martin Langenegger, Betriebsleiter der Stoosbahnen AG, begrüsst den Plan von Christoph School. «Wir wissen solch ein Engagement zu schätzen», sagt er. Die Verantwortlichen der Stoosbahnen AG seien froh, wenn die Bahn weiterhin genutzt werde. «Dies tönt nach einem einzigartigen Projekt», so Langenegger.

Die alte Stoosbahn verband auf einer Länge von 1,3 Kilometern die Talstation Schlattli bei Schwyz mit der Ortschaft Stoos. 84 Jahre lang war sie in Betrieb. Sie wurde von der neuen Stoosbahn ersetzt, die als steilste Standseilbahn der Welt gilt und am 15. Dezember 2017 ihre Jungfernfahrt absolvierte. Heute wird die alte Stoosbahn aus den Schienen gehievt. Bis Christoph Schoop einen Platz auf dem Stoos gefunden hat, wird die Bahn neben der alten Talstation deponiert.

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