Baukontrollen im Kanton Schwyz zeigen: Mobilfunkanlagen weichen vermehrt von den Baubewilligungen ab

Seit 2011 führt das Amt für Umweltschutz Stichprobenkontrollen bei Mobilfunkanlagen durch. Bei der letztjährigen Kontrolle wurden zwar wieder mehr, jedoch nur geringfügige Abweichungen von den Baubewilligungen festgestellt.

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(zim) Seit acht Jahren lässt das Amt für Umweltschutz (AfU) durch Fachfirmen Stichproben bei Mobilfunkanlagen durchführen. Dabei wird geprüft, ob die Ausrichtungen und Höhen der installierten Antennen mit den erteilten Baubewilligungen übereinstimmen, wie die Staatskanzlei des Kantons Schwyz am Donnerstag mitteilte. Nur so sei gewährleistet, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte für elektromagnetische Strahlung in der Umgebung eingehalten werden.

Im Kanton Schwyz befinden sich rund 190 Anlagen der drei kommerziellen Netzbetreiber Salt, Sunrise und Swisscom. Seit Beginn der stichprobenmässigen Baukontrollen im Jahre 2003 wurden rund 60 Prozent der Mobilfunkstandorte einer Prüfung unterzogen. Laut Mitteilung waren Häufigkeit und Ausmass der festgestellten Abweichungen in den letzten Kontrolljahren tendenziell rückläufig. So habe die beauftragte Messfirma im Jahr 2018 lediglich bei zwei von 15 kontrollierten Standorten geringfügige Abweichungen in der Ausrichtung und Höhe einzelner Antennen festgestellt.

2019 habe dieser erfreuliche Trend hinsichtlich der Häufigkeit nicht fortgesetzt werden können: Elf der 15 kontrollierten Standorte wiesen gemäss Mitteilung Abweichungen auf. Dabei könne jedoch festgestellt werden, dass die Abweichungen, wie bereits in den Vorjahren geringfügig waren und keinen Einfluss auf die Strahlungsbelastung in den umgebenden Gebäuden haben.

Wie Vergleichsmessungen von Netzbetreibern zeigen würden, sei ein Teil der Abweichungen auf die Verwendung unterschiedlicher Messmethoden sowie auf messtechnisch bedingte Messungenauigkeiten zurückzuführen. Das AfU habe die betroffen Netzbetreiber bereits aufgefordert, die Abweichungen zu korrigieren, was in den meisten Fällen bereits erfolgt sei.