Bierbrauerei «Saubanner» ist in eine Schwyzer Metzgerei gezügelt

In der ehemaligen Metzgerei Dusser in Schwyz wird jetzt Bier gebraut.

Nicole Auf der Maur
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Die Bierbrauer und die Bierbrauerin von «Saubanner».

Die Bierbrauer und die Bierbrauerin von «Saubanner».

Bild: Nicole Auf der Maur

Wenn der Verein Saubanner zum Feierabendbier lud, glich das Quartier Kleinstadt tatsächlich einer Kleinstadt. Menschen versammelten sich, tranken Bier, lachten, redeten. Diese Zeiten in der Brunner Kleinstadt sind zu Ende. Die ehemalige Molkerei Marty wird in den nächsten Tagen abgerissen und soll einem Neubau weichen. Die Bierbrauer des Vereins Saubanner haben sich nach einem neuen Standort umgeschaut. Und diesen mit den Räumlichkeiten der ehemaligen Metzgerei Dusser an der Reichsstrasse in Schwyz auch gefunden.

Dort, wo früher Schweine geschlachtet wurden, wird nun Saubanner-Bier gebraut. Seit Mitte Juni befindet man sich im Ausbau der Räumlichkeiten, Ende Juli sollen die Arbeiten fertig sein. Trotzdem wissen die sieben jungen Bierbrauerinnen und -brauer noch nicht genau, wann sie eröffnen werden – Grössenordnung Herbst. «Wir wollen parat sein, wenn wir das erste Bier anzapfen», sagt Dominic Gwerder. Es sollen verschiedene Biere gebraut und an neuen Sorten getüftelt werden. Mit der neuen, eigens konstruierten Brauanlage kann der Verein bis zu 300 Liter pro Sud brauen. Im vergangenen Jahr habe man rund 4000 Liter Saubanner-Bier hergestellt.

In den Räumlichkeiten der Metzgerei Dusser hat es mehr Platz als in Brunnen. Ein Raum wird als Eventraum mit Bartresen und Zapfhahnen ausgebaut. Einmal im Monat soll das Feierabendbier stattfinden, an dem sich jeder einfinden darf. Ansonsten werden Events durchgeführt. Der Brauverein bietet informative Führungen mit historischem Hintergrund an.

Crowdfunding gestartet

Der Verein Saubanner hat für die Investitionen ein Darlehen aufgenommen – Bierbrauen ist teuer. Deswegen hat der Verein ein Crowdfunding gestartet. 25 000 Franken sind das Ziel. Das Crowdfunding läuft über lokalhelden.ch. Auch weitere interessierte Brauer werden gesucht. «Wir freuen uns über jeden, der bei uns mitmachen möchte», sagt Dominic Gwerder.