Corona

60 Prozent der Schwyzer Heimbewohner wollen sich impfen lassen

Bald sollte jeder zweite Altersheimbewohner, der sich vor Corona schützen will, geimpft sein. 60 Prozent aller Bewohner im Kanton wollen sich impfen lassen. Die Online-Anmeldung für weitere Impftermine klappt aus technischen Gründen noch nicht. Wenigstens liegt jetzt ein konkreter Zeitplan vor.

Geri Holdener
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Wie das Schwyzer Departement des Innern am Dienstag mitteilte, würde seit dem 23. Dezember in den Schwyzer Pflegeheimen gegen das Coronavirus geimpft. Es sind ausgebildete Sanitäter in mobilen Impfequipen unterwegs. Rund 60 Prozent aller Bewohner in den Pflegeheimen lassen sich gemäss Voranmeldung impfen. «Bis Ende dieser Woche werden impfwillige Bewohnerinnen und Bewohner der Hälfte aller Pflegeheime im Kanton Schwyz die erste Impfung erhalten haben», so das Departement des Innern.

Der Kanton Schwyz will in einer ersten Phase mit den zur Verfügung stehenden Impfdosen sämtliche impfwilligen Bewohnerinnen und Bewohner der Pflegeheime impfen. Das umfasst auch die Verabreichung der notwendigen zweiten Impfung. Noch im Januar werden alle Erstimpfungen und ein grosser Teil der Zweitimpfungen in den Pflegeheimen verabreicht sein.

Wenige Impfdosen zur Verfügung

Das Departement des Innern weiter:

«Die regionalen Impfzentren an den drei Spitalstandorten Schwyz, Einsiedeln und Lachen werden ihren Betrieb aufnehmen können, sobald die IT-Lösung des Bundes für die Anmeldung einsatzbereit ist.»

Da der Impfstoff nur in beschränkter Menge zur Verfügung stehe und ein grosser Teil für die Impfungen in den Pflegeheimen benötigt werde, würden zu Beginn den Impfzentren jedoch verhältnismässig wenige Impfdosen zur Verfügung stehen.

Es ist davon auszugehen, dass die Lösung des Bundes für Online-Anmeldungen im Kanton Schwyz noch vor Mitte Januar einsatzbereit sein wird. Eine Anmeldung für Impfungen in den Impfzentren sei zurzeit noch nicht möglich, heisst es in der Mitteilung. Sobald die Anmeldung möglich ist, wird durch den Kanton öffentlich informiert.

Impfungen sind freiwillig und kostenlos

Bei der Umsetzung der Covid-19-Impfung orientiert sich der Kanton Schwyz an der nationalen Impfstrategie des Bundes. Die Impfung in den Impfzentren und später in den Arztpraxen sowie Apotheken erfolgt schrittweise und wird wie folgt priorisiert:

  • Besonders gefährdete Personen
  • Gesundheitspersonal
  • Haushaltsmitglieder von besonders gefährdeten Personen
  • Personen in Einrichtungen mit erhöhtem Infektions- und Ausbruchsrisiko

Aufgrund des beschränkt verfügbaren Impfstoffes werden in erster Priorität über 75-Jährige und Menschen mit Vorerkrankungen geimpft. Sobald genügend Impfstoff vorhanden ist, werden die Impfmöglichkeiten gemäss der Prioritätenliste des Bundes ausgedehnt. Es ist davon auszugehen, dass die breite Bevölkerung im zweiten Quartal 2021 geimpft werden kann.

Für jede Person werden zwei Impfungen im Abstand von rund drei bis vier Wochen notwendig sein. Das Departement des Innern hält fest: «Die Impfungen sind freiwillig und kostenlos.» Die Zielsetzung der Impfung gegen Covid-19 sei, die Anzahl der schweren Krankheitsverläufe zu reduzieren und so die Schwyzer Bevölkerung zu schützen.