Schwyzer Wirtschaft leidet überdurchschnittlich unter Corona

Der Kanton Schwyz dürfte 2020 von der durch das Coronavirus ausgelösten Wirtschaftskrise überdurchschnittlich stark betroffen sein. Davon geht die Schwyzer Kantonalbank in ihrer Frühlingsprognose aus.

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Die Nahrungsmittelbranche wird im Kanton Schwyz besser durch die Krise kommen als andere Wirtschaftszweige.

Die Nahrungsmittelbranche wird im Kanton Schwyz besser durch die Krise kommen als andere Wirtschaftszweige.

Symbolbild: Gaetan Bally/Keystone

(sda) Auch der Kanton Schwyz werde wegen der Coronakrise nicht von einer Rezession verschont werden, heisst es in der am Montag veröffentlichten Wirtschaftsprognose. Die meisten Branchen würden vom Einbruch des privaten Konsums und der Investitionen direkt betroffen sein und teilweise mit kräftigen Verlusten bei der Bruttowertschöpfung zu kämpfen haben.

Die Kantonalbank geht davon aus, dass das Bruttoinlandprodukt (Bip) des Kantons Schwyz 2020 um 3,0 Prozent sinken dürfte. Der Rückgang würde damit überdurchschnittlich hoch sein, denn für die Schweiz dürfte er bei 2,5 Prozent liegen. Der äussere Kantonsteil dürfte die Krise stärker spüren als der innere.

Am besten gehen wird es in der Krise denjenigen, die Güter des Grundbedarfs herstellen, also die Nahrungsmittel- und die Genussmittelindustrie. Diese können ihr Wertschöpfungswachstum aufrecht erhalten, schreibt die Kantonalbank. Diese Branche sei jedoch zu klein, um einen spürbaren gesamtwirtschaftlichen Effekt zu haben.

Wichtig für die weitere Entwicklung sei, wie schnell es gelinge, die Ausbreitung der Pandemie zu stoppen und das Konsum- und Produktionsniveau wieder zu normalisieren, schreibt die Kantonalbank. Wenn das Virus bis im Sommer eingedämmt werden könne, könnte es im Kanton Schwyz zu kräftigen Aufholeffekten kommen. Das Bip würde dann 2021 gemäss diesen Prognosen um 3,8 Prozent wachsen.