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CVP und FDP kämpfen in Küssnacht um die Mehrheit im Rat

Am 23. September wird ein neuer Bauvorsteher gewählt. Während Mathias Bachmann (CVP) Politikerfahrung vorweisen kann, setzt Roman Schlömmer (FDP) auf sein Fachwissen.
Niels Jost

Die letzten Bezirksratswahlen sind keine fünf Monate her, und schon dürfen die Bürger wieder jemanden in die Exekutive wählen. Am 23. September geht es um die Nachfolge von Bezirksrat Oliver Ebert. Der FDP-Politiker wurde im April zum Statthalter gewählt. Sein Posten als Bauvorsteher muss neu besetzt werden.

Zur Wahl stellen sich Mathias Bachmann (CVP) und Roman Schlömmer (FDP). Egal, wer das Rennen macht: Eine der beiden Parteien wird die Mehrheit im Bezirksrat erlangen. Aktuell stellen die CVP und die FDP je zwei Sitze im siebenköpfigen Gremium. Daneben amtieren ein Vertreter der SVP und eine Parteilose.

Bauamt im Umbruch

Beim vakanten Sitz geht es um ein wichtiges Amt: Zu den aktuellen Geschäften im Ressort Planung, Umwelt und Verkehr (PUV) gehören die neue Zentrumsgestaltung, die Umsetzung der Südumfahrung sowie die bevorstehende Teilzonenplanrevision. Das Ressort befindet sich zudem im Umbruch. Der langjährige Abteilungsleiter André Guntern verlässt das PUV Ende November, und der Raum- und Verkehrsplaner ist erst seit April im Amt. Auf den neu gewählten Chef dürfte also viel Arbeit warten. Wir stellen die beiden Kandidaten vor:

Mathias Bachmann, 37-jährig, CVP

CVP-Kandidat Mathias Bachmann. (Bild: PD)

CVP-Kandidat Mathias Bachmann. (Bild: PD)

Der 37-jährige Gewerbeschullehrer aus Merlischachen kann viel politische Erfahrung vorweisen. Bachmann sitzt seit 2012 im Schwyzer Kantonsrat und ist seit 2011 Präsident der CVP-Ortspartei Küssnacht. Dadurch sei er gut vernetzt. Und: «Im Kantonsrat kann ich mich besser für die Anliegen des Bezirks einsetzen. Das machen auch andere Kantonsräte so, welche ebenfalls Gemeinde- oder Bezirksräte sind. Auch dem Küssnachter Bezirksrat täte eine Vertretung in Schwyz gut», sagt Bachmann. Als Kantonspolitiker werde er sich beispielsweise dafür einsetzen, dass es der zweite Abschnitt der Südumfahrung ins Bauprogramm schafft. Auch als Bezirksrat würde er sich für eine Umsetzung stark machen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Mathias Bachmann den Sprung in den Küssnachter Bezirksrat schaffen möchte. Bereits an den Wahlen im vergangenen April kandidierte er für den Posten des Säckelmeisters – und unterlag seinem Kontrahenten von der FDP, Peter Küng. Dieser holte 1332 Stimmen, Bachmann 1109. «Das knappe Ergebnis hat mich motiviert, nochmals anzutreten», blickt Bachmann zurück. Doch wieso sollte die Wahl nun beim zweiten Anlauf klappen? «Die gewonnenen Stimmen waren für mich eine Bestätigung, dass ich über einen guten Rückhalt in der Bevölkerung verfüge.» Laut Bachmann ist es zudem wichtig, dass die Parteien im Bezirksrat ausgeglichen vertreten sind. Da die FDP neben dem Statthalter und dem Säckelmeister auch noch den Landschreiber stellt, wäre sie übervertreten. Gleicher Meinung scheinen die SP/die Unabhängigen zu sein: Sie unterstützen CVP-Kandidat Bachmann. Die SVP Küssnacht hat Stimmfreigabe beschlossen.

Entscheidend ist für den Gewerbeschullehrer zudem, dass er seine Ämter gut unter einen Hut bringen würde. «Mein Arbeitgeber kommt mir entgegen. Sollte ich gewählt werden, würde ich künftig nur noch an zwei Tagen in Zug arbeiten müssen.»

Roman Schlömmer, 48-jährig, FDP

FDP-Kandidat Roman Schlömmer. (Bild: PD)

FDP-Kandidat Roman Schlömmer. (Bild: PD)

Der 48-jährige aus Küssnacht ist Unternehmer durch und durch. Als Geschäftsleiter der Abag Baugerüste AG führt er in Küssnacht 15 Mitarbeiter und kann auf entsprechendes Fachwissen zurückgreifen, das ihm für sein allfälliges Amt als Bauvorsteher nützlich sein könnte. Schlömmer ist überzeugt, dass er auch als Unternehmer unabhängig an der Spitze des Ressorts Planung, Umwelt und Verkehr arbeiten könnte. Politische Entscheide würden ohnehin vom Gesamtbezirksrat gefällt. Deshalb sei es auch unproblematisch, wenn die FDP mit ihm die Mehrheit im Rat erlangen würde. Und die Verankerung im Gewerbe sieht er sogar als Vorteil: «Die Wege zur Branche und allgemein zur Bevölkerung sind kurz. Bei einem Anliegen oder Problem könnte ich schnell reagieren. Ich bin nahe bei den Leuten und spreche dieselbe Sprache.»

Schlömmer bezeichnet sich selbst als Netzwerker. «Ich bin gut verankert im Bezirk und verstehe es, Leute zu führen.» So ist er unter anderem Co-Präsident des FC Küssnacht und Präsident des Vereins Bergrennen Küssnacht-Seebodenalp. Auch politisch sei er durchaus erfahren. Zwar habe er bislang nie ein öffentliches Amt bekleidet, ist dafür seit 15 Jahren in der FDP-Ortspartei aktiv. Dort hat er bereits in mehreren Kommissionen mitgewirkt.

Die politischen Abläufe sind ihm bekannt. Gespannt blickt er deshalb auf die Verzögerungen beim Bau des ersten Abschnittes der Südumfahrung. Sollten dadurch Mehrkosten für den Kanton oder eben für den Bezirk anfallen, fragt sich Schlömmer: «Was heisst das für die zweite Etappe der Südumfahrung?» Als Bezirksrat würde er die Finanzen bei solchen Projekten im Auge behalten und den Bürgern allfällige Abweichungen immer transparent aufzeigen.

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