CVP verteidigt Sitz im Küssnachter Bezirksrat – SVP-Kandidat abgeschlagen

Sibylle Hofer setzt sich deutlich gegen Roli Müller durch. Nun ist sie offen für alle Ressorts.

Edith Meyer
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Sibylle Hofer

Sibylle Hofer

Bild: Edith Meyer

Die Küssnachter Exekutive ist wieder komplett: Sibylle Hofer (CVP, Bild) wurde am Sonntag im zweiten Wahlgang mit einem Glanzresultat von 2081 Stimmen gewählt. Ihr Kontrahent Roli Müller (SVP) erhielt 1399 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 41,3 Prozent. Hofer folgt auf Parteikollege Emil Gnos, der nach sechs Jahren im Amt die Demission eingereicht hat.

«Ich bin sehr zufrieden mit dem klaren Resultat», sagt Hofer. «Wir sind als CVP-Gremium als Einheit aufgetreten im Bezirk. Dieser Zusammenhalt hat etwas gebracht». Sie glaubt, dass die Öffnung nach den Coronarestriktionen ihr geholfen hat. «Mit dem Coronavirus gestaltete sich der erste Wahlkampf für mich schwieriger. Ich konnte die Bevölkerung nicht so gut spüren.»

Das neue Amt als Bezirksrätin fordert ein 25-Prozent-Pensum. Bringt die Merlischacherin alles unter einen Hut? «Ja, ich kann gut alles miteinander vereinbaren. Vielleicht reicht es einmal nicht, die Geranien zu giessen. Denn so wie ich arbeite, wird es wohl mehr als ein 25-Prozent-Pensum», so Hofer. Daneben engagiere sie sich weiterhin stark in der Freiwilligenarbeit. Vorstellen könne sie sich jedes Ressort, «weil ich keine Berührungsängste habe», sagt Hofer.

Abstand ist grösser geworden

Roli Müller lag im ersten Wahlgang nur knapp hinter Sibylle Hofer. Damals holte er 1542 Stimmen, Hofer deren 1634. Weiter machte der parteilose Philipp Räber 400 Stimmen. Er verzichtete danach auf eine erneute Kandidatur. «Ich habe keine Freude am Wahlresultat, aber es ist ein klarer Entscheid», sagt Roli Müller. Er lasse es offen, ob er in Zukunft wieder als Bezirksrat kandidieren werde.