Desinfektionsmittel statt Weihwasser im Kloster Einsiedeln

Die weitere Ausbreitung des Corona-Virus soll um jeden Preis verhindert werden. Das Kloster Einsiedeln hat tiefgreifende Massnahmen getroffen. 

Geri Holdener
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Blick auf das Kloster Einsiedeln.

Blick auf das Kloster Einsiedeln. 

Bild: Walter Bieri / Keystone (6. April 2018)

Wie das Kloster Einsiedeln auf seiner Webseite mitteilt, werde wegen der Gefahr des Corona-Virus per sofort auf das Weihwasser bei den Eingängen in die Klosterkirche verzichtet. Dafür steht dort jetzt Desinfektionsmittel bereit.

Das Kloster hält fest, dass die Zelebranten den Gottesdienst nur abhalten, wenn sie keine Grippesymptome zeigen würden. Dass sie ihre Hände gründlich waschen und desinfizieren, ist selbstverständlich.

Es wird auf die Mundkommunion verzichtet. «In den Eucharistiefeiern erhalten die Gläubigen die Kommunion nur noch auf die Hand», schreibt das Kloster. Auch der Friedensgruss, also das Händeschütteln, entfällt.

Bei der Konzelebration im Konventamt wird das Blut Christi laut Angaben des Klosters durch Eintauchen der Hostie konsumiert. Der letzte Priester, der kommuniziert, trinkt den Kelch aus.

Das Kloster hofft, so seinen Beitrag gegen das Virus zu leisten. Nach wie vor könnten alle Pilgerinnen und Pilger den Wallfahrtsort besuchen. Die Klosterleitung schreibt: «Gerade die aktuelle Situation lädt uns zum Gebet ein.»

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