Die marode Sportanlage Luterbach soll für total rund 15 Millionen Franken umgebaut werden

Der Bezirksrat Küssnacht will die Sportanlage Luterbach aufwerten. Die Arbeiten sollen in zwei Etappen realisiert werden. Geplant ist auch eine neue Einstellhalle.

Edith Meyer
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So soll die neue Sportanlage aussehen. (Visualisierung: PD)

So soll die neue Sportanlage aussehen. (Visualisierung: PD)

Im Fokus der Küssnachter Bezirksgemeinde vom 8. April stehen die Erneuerung und der Ausbau der Sportanlage Luterbach. Die Infrastruktur der 32-jährigen Anlage ist nicht mehr zeitgemäss. «Die Kapazitätsgrenzen der Sportplätze, der sanitären Anlagen und der Parkierungsmöglichkeiten sind erreicht», sagte Bezirksrat René Hunziker an einer Medienkonferenz. Auch werden Anforderungen der Barrierefreiheit nicht erfüllt.

Der Vorsteher des Ressorts Infrastruktur stellte das auf der Basis einer Machbarkeitsstudie erarbeitete Projekt vor. Hunziker wies auf die Notwendigkeit und Dringlichkeit des Ausbaus und der Erneuerung hin. «Der Bezirksrat will im Luterbach keine Pflästerlipolitik betreiben», betonte er.

9,91 Millionen Franken für erste Bauetappe

An der kommenden Bezirksgemeinde wird den Stimmbürgern ein Planungskredit von 496'000 Franken unterbreitet. Die Planung des Bauprojekts dauert knapp ein Jahr. «Bereits an der Bezirksgemeinde im Frühling 2020 kann ein erster Baukredit vorgelegt werden», sagte Hunziker. Um eine tragbare Finanzierung zu gewährleisten, soll das Bauprojekt in zwei Etappen ausgeführt werden. Die Kosten für das Bauprojekt Priorität 1 betragen 9,91 Millionen Franken.

Oberste Priorität hat der Ersatz des bestehenden Kunstrasens. Es wird damit gerechnet, dass der Platz schon bald nicht mehr für den Meisterschaftsbetrieb zugelassen wird. Das neue Kunstrasenfeld soll auf dem Dach einer neuen Einstellhalle, die Platz für 250 bis 300 Parkplätze bietet, realisiert werden. Hunziker:

«Ob diese Tiefgarage bewirtschaftet
wird, ist noch nicht klar.»

Vorstellbar sei eine kombinierte Lösung. «Ein Ziel ist es, die prekäre Parkierungssituation zu entschärfen», so Hunziker. Man wolle den Verkehr nicht fördern, sondern kanalisieren. Mit der Realisierung der Einstellhalle könnten wirkungsvolle Synergien für den Hochwasserschutz genutzt werden. Mit der Einstellhalle unter dem Kunstrasen entstehen grossflächige Retentionsmöglichkeiten. «Ein Retentionsbecken steht im besten Kosten-Nutzen-Verhältnis», betonte Hunziker.

Auch die Garderoben und sanitären Anlagen haben ihre Kapazitätsgrenzen erreicht. Geplant ist es, die beiden bestehenden Gebäude durch ein neues Infrastruktur- und Garderobengebäude mit einem Restaurant zu ersetzen. Der Gastronomiebereich mit einer begehbaren Terrasse im Obergeschoss soll 100 bis 120 Personen Platz bieten. Garderoben, Sanitärräume, Lager- und Technikräume sind im Erdgeschoss geplant. «Wir wollen auch für die Freizeitsportler öffentlich zugängliche Garderoben und WC-Anlagen schaffen», sagte Hunziker. Das Gebäude werde gesetzeskonform für Menschen mit Beeinträchtigung projektiert.

5,81 Millionen für Bauprojekt Priorität 2

Die Kosten für das Bauprojekt Priorität 2 belaufen sich auf 5,81 Millionen Franken. «Dort sind ein zusätzliches Gross- und Kleintrainingsfeld, die Sanierung der Beachvolleyball-Anlage und die Neugestaltung der Hundesportwiese angedacht», führte Hunziker aus. Zudem gäbe es Anpassungen an der Finnenbahn.

Von der Sanierung profitieren alle Interessensgruppen: der FC Küssnacht, der Turnverein Küssnacht, die Schulen, Jugendliche, Freizeitsportler und Vereine. «Die Erweiterung der Sportanlagen steigert die Attraktivität von Küssnacht als Wohn- und Lebensraum», fügte Bezirksammann Armin Tresch hinzu.