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Die Rotenfluebahn braucht mehr Eigenkapital

Die Rotenfluebahn im Kanton Schwyz kämpft weiterhin mit Liquiditätsschwierigkeiten. Sie muss mehr Eigenmittel beschaffen und eine Umfinanzierung realisieren, für die sie auf die Gemeinde und den Bezirk Schwyz angewiesen ist.

(sda) Das Unternehmen schrieb im Geschäftsjahr, das am 30. Juni endete, zwar einen Jahresgewinn von 23'000 Franken, wie die Rotenfluebahn AG am Mittwochabend mitteilte. Der Revisionsbericht weist aber darauf hin, dass weiterhin Liquiditätsschwierigkeiten vorhanden seien.

Ziel sei es, den jährlichen Geldabfluss aus Zins- und Amortisationszahlungen von rund 900'000 Franken auf 650'000 Franken zu reduzieren, sagte Verwaltungsratspräsident Roland Pfyl auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Dazu setzt man bei der Fremdfinanzierung an. Das Fremdkapital belief sich auf 12,4 Millionen Franken gegenüber 4,5 Millionen Franken Eigenkapital.

Mit den Banken und der Leasinggesellschaft habe man sich bezüglich Amortisation auf eine längere Dauer einigen können, sagte Pfyl. Ein weiterer Teil des Fremdkapitals entstammt einem Bundesdarlehen aus dem Programm der Neuen Regionalpolitik (NRP). Auch hier habe man die Zeitspanne der Rückzahlung von 15 auf 25 Jahre erhöhen können, Bedingung dafür sei allerdings eine Umfinanzierung.

Volksabstimmungen nötig

So erhofft sich die Bahn von der Gemeinde und dem Bezirk Schwyz Kreditsicherungsgarantien über zwei Millionen Franken. Diese Garantie würde ihr günstigere Konditionen bei der Geldbeschaffung ermöglichen. Allerdings muss das Stimmvolk dazu seinen Segen geben. Die Volksabstimmungen dazu werden voraussichtlich 2020 abgehalten.

Ansetzen will das Unternehmen auch beim Eigenkapital. Einerseits sollen eigene Aktien über 300'000 Franken, die sich in der Bilanz befinden, veräussert werden. Anderseits verlängert die Bahn das Angebot bis Ende Jahr, Lebensabos für die Rotenfluebahn für 6000 Franken oder gemeinsam mit den Sportbahnen für 9000 Franken zu erwerben, nachdem es eine grosse Nachfrage gegeben habe.

Negativ auf die Rechnung wirke sich die Blockierung des Parkhausprojekts bei der Talstation aus, heisst es im Geschäftsbericht. Das Bundesgericht hatte 2015 eine Beschwerde gegen das Projekt gutgeheissen, die Baubewilligung ist weiterhin durch eine Einsprache blockiert. Durch die aus der Sicht der Bahn zu tiefe Parkplatzkapazität könne sie das Umsatzpotenzial an Schönwettertagen weiterhin nicht ausschöpfen.

Für Schlagzeilen gesorgt hatte die Rotenfluebahn am 20. Oktober, als ein Gondel abstürzte. Verletzt wurde niemand. Die wesentlichen finanziellen Schäden dürften durch die Versicherung gedeckt sein, heisst es im Bericht.

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