Die Schwyzer Kantonalbank verdient 2018 weniger

Die Schwyzer Kantonalbank (SZKB) hat 2018 weniger verdient als im Vorjahr. Damals resultierte allerdings aufgrund von positiven Einmaleffekten ein Rekordergebnis. Rückläufig war der Ertrag im Zinsengeschäft, das weiter unter Margendruck stand.

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Ein Gebäude der Schwyzer Kantonalbank. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey (Schwyz, 12. Mai 2017))

Ein Gebäude der Schwyzer Kantonalbank. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey (Schwyz, 12. Mai 2017))

Der Geschäftserfolg als Mass für die Leistungsfähigkeit der Bank verringerte sich in der Berichtsperiode um knapp 19 Prozent auf 117,6 Millionen Franken, wie die SZKB am Donnerstag mitteilte. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den tieferen Zinsenertrag, den geringeren übrigen ordentlichen Erfolg sowie höhere Wertberichtigungen zurückzuführen.

Konkret reduzierte sich im Zinsengeschäft, dem wichtigsten Ertragspfeiler der Bank, der Nettoerfolg um 8,1 Prozent auf 170,1 Millionen Franken.

Besser entwickelte sich dagegen das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft mit einer Steigerung des Erfolgs von 9,6 Prozent auf 42,0 Millionen Franken. Der Handelserfolg reduzierte sich indes aufgrund der marktbedingten Wertverminderung der eigenen Wertschriften um 9,8 Prozent auf 15,8 Millionen Franken.

Der im Vorjahr durch die Veräusserung von Finanzanlagen geprägte übrige ordentliche Erfolg verminderte sich um knapp 56 Prozent auf 4,7 Millionen Franken. Das war von der Bank erwartet worden.

Grundsätzlich hatte die Bank die Kosten im Griff: Der Geschäftsaufwand nahm nur um 0,7 Prozent auf 105,2 Millionen Franken zu. Das Verhältnis Kosten zum Ertrag, die sogenannte Cost/Income-Ratio, verschlechterte sich aber auf 43,6 Prozent von 42,6 Prozent im Vorjahr.

Unter dem Strich resultierte ein Jahresgewinn von 76,6 Millionen Franken, was einem Rückgang von 4,6 Prozent entspricht. Damit habe sich das Ergebnis gegenüber dem von positiven Einmaleffekten geprägten Rekordgewinn von 2017 wieder normalisiert, heisst es in der Medienmitteilung weiter.

2019: Ergebnis auf Vorjahreshöhe erwartet

Die Bilanzsumme belief sich per Ende 2018 auf 18,3 Milliarden Franken und liegt damit 4,1 Prozent über dem Wert von Ende 2017. Die Kundenausleihungen erhöhten sich um 5,9 Prozent auf 14,9 Milliarden Franken, wobei die Hypothekarforderungen um 5,6 Prozent auf 13,6 Milliarden Franken zunahmen.

Die Kundengelder stiegen um 5,2 Prozent auf 12,6 Milliarden Franken. Der Nettoneugeldzufluss (inklusive Wertschriften) betrug 554 Millionen Franken.

Ins laufende Jahr blickt die Bank zuversichtlich. Die SZKB geht laut Medienmitteilung von einem weiterhin «guten» Geschäftsgang aus und erwartet 2019 einen Geschäftserfolg im Rahmen des Vorjahres.

(sda awp)