Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

«Unterschiedliche Zukunfts-Vorstellungen»: Langjähriger Direktor verlässt das Spital Einsiedeln

Aufgrund unterschiedlichen Meinungen betreffend der Zukunft des Spitals Einsiedeln gibt der langjährige Spitaldirektor Reto Jeger seine Führungsposition ab. Sein Posten wird ab Mai vorläufig durch den bisherigen Stiftungsrat Urs Birchler besetzt.
Verlässt das Spital Einsiedeln: Reto Jeger. (Bild: Urs Flüeler / Keystone)

Verlässt das Spital Einsiedeln: Reto Jeger. (Bild: Urs Flüeler / Keystone)

(pd/lil/sda) Im Spital Einsiedeln gibt es einen Führungswechsel: Spitaldirektor Reto Jeger und der Stiftungsrat «Krankenhaus Maria zum finsteren Wald» haben sich in gegenseitigem Einvernehmen entschieden, ihre Zusammenarbeit zu beenden. Unterschiedliche Ansichten über die zukünftige Ausrichtung des Spitals waren ausschlaggebend für das Auflösen des Arbeitsverhältnisses, wie es in einer Mitteilung des Spitals heisst. Jeger wird seinen Posten per Ende April abgeben.

Stiftungsrat Urs Birchler übernimmt vorläufig die Leitung des Spitals Einsiedeln. Um dies umsetzen zu können, unterbricht er sein Stiftungsratsmandat mit sofortiger Wirkung. Birchler wir sich nun gemeinsam mit der Geschäftsleitung darum kümmern, das Budget 2019 einzuhalten und das Projekt «Fokus Zukunft» voranzutreiben.

Wir berichteten vor einigen Tagen bereits über das Spital Einsiedeln:

Frischer Wind für eine erfolgreiche Neupositionierung

Stiftungsratspräsident Markus Hauenstein zieht Bilanz: «Reto Jeger stand seit 2011 dem Spital Einsiedeln als Direktor vor und hat sich in den letzten acht Jahren mit grosser Kraft für den Erhalt unseres Spitals, der Sicherung des Standortes Einsiedeln eingesetzt, die vom Stiftungsrat definierte Vorwärtsstrategie vorangetrieben und die Ausrichtung im medizinischen Leistungsangebot unseres Spitals geprägt.»

Trotz eines neuen Markenauftritts, baulichen Erneuerungen und gesteigerten Erträgen gelang es dem Spital aber nicht, die Differenz zwischen dem Ertrag und den Personal- und Sachkosten in Einklang zu bringen. Das Gesundheitswesen sei anspruchsvoll und stark reguliert. Es gehe nun darum, den Erhalt des Spitals auch in Zukunft gewährleisten zu können. Dazu sagt Hauenstein:

«Die notwendige Neupositionierung und Strategie unseres Spitals sowie die Suche nach geeigneten Kooperationspartnern ist in den nächsten Monaten die wichtigste Aufgabe des Stiftungsrates.»

Das Regionalspital mit 85 Betten steht unter Spardruck. Ende März war bekannt geworden, dass eine Fusion mit dem Regionalspital Lachen an Vorbehalten aus Lachen gescheitert ist. Vor einer Woche forderten Angestellte des Spitals in einer Petition einen Entlassungsstopp. Die Forderung der Belegschaft hat nach Angaben von Hauenstein nichts mit der Trennung vom bisherigen Spitaldirektor zu tun.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.