Ehemaliger Schwyzer Regierungsrat Richard Wyrsch gestorben

Der ehemalige Schwyzer Regierungsrat und Landammann Richard Wyrsch ist tot. Der SP-Politiker und ehemalige Fernsehjournalist aus Brunnen starb am Donnerstag im Alter von 67 Jahren.

Drucken
Teilen
Der Schwyzer Landammann Richard Wyrsch (links) mit Bundespräsident Arnold Koller und Rotkreuz-Präsident Franz E. Muheim 1997 am Weltrotkreuztag in Brunnen. (Archivbild: Keystone/Christophe Ruckstuhl)

Der Schwyzer Landammann Richard Wyrsch (links) mit Bundespräsident Arnold Koller und Rotkreuz-Präsident Franz E. Muheim 1997 am Weltrotkreuztag in Brunnen. (Archivbild: Keystone/Christophe Ruckstuhl)

(sda)

Er litt an einer unheilbaren Krankheit, wie seine Familie am Samstag in einer Todesanzeige in der Zeitung «Bote der Urschweiz» schreibt. Wyrsch war 1989 mit 37 Jahren in die Schwyzer Kantonsregierung gewählt worden, als Nachfolger des im Amt verstorbenen Baudirektors Heinrich Kistler. Zuvor war er Inlandredaktor bei der «Tagesschau» des damaligen Fernsehens DRS gewesen.

Ab 1980 sass er im Schwyzer Kantonsrat, dessen Präsident er zum Zeitpunkt seiner Wahl in die Regierung war. Vier Jahre lang hatte er als Fraktionspräsident der SP geamtet. 1999 verpasste er die Wahl in den Nationalrat.

Nach drei Amtsperioden in der Regierung trat der Baudirektor Wyrsch im Jahr 2000 nicht mehr zur Wiederwahl an. In seine Amtszeit fiel unter anderem die Sanierung der Axenstrasse, die bei einer Sprengung verschüttet und zerstört wurde.

Unter seiner Ägide wurden im Strassenbau rund 213 Millionen Franken investiert, im Hochbau Verpflichtungskredite von 83 Millionen Franken gesprochen und der öffentliche Verkehr umfassend ergänzt und ausgebaut.

Wyrsch war 2016 Präsident des Kuratoriums des Schoeck-Festivals in Brunnen. Der musikalische Anlass ehrte den bedeutenden Schweizer Klassik-Komponisten Othmar Schoeck (1886-1957) in dessen Geburtsort Brunnen zum 130. Geburtstag des Musikers.