Ein erster Unfall-Bericht zum tödlichen Unglück auf dem Stoos liegt vor

Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle Sust hat einen Vorbericht zum tödlichen Sessel-Absturz am Fronalpstock publiziert.

Geri Holdener/ Bote der Urschweiz
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Der Unglücksort auf dem Stoos.

Der Unglücksort auf dem Stoos.

Bild: Keystone/Urs Flüeler

Wie erwartet handelt es sich beim Vorbericht der Sust um einen Kurzbeschrieb, der sich nicht mit der Schuldfrage befasst. Die Sicherheitsuntersuchungsstelle schreibt: «Der Vorbericht enthält eine kurze und provisorische Orientierung über den Hergang ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne Schlussfolgerungen.»

Auf dem einseitigen Bericht steht, wie bekannt war, dass sich beim Absturz des Sessels Nr. 49 der Sesselbahn Mettlen-Fronalpstock eine Person tödliche Verletzungen zugezogen habe (wir berichteten). Die anderen drei abgestürzten Passagiere werden als schwer verletzt bezeichnet.

Der verunfallte Sessel stürzte aus zehn Meter zu Boden.
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Die verunfallte Sessel.
Thomas D Meyer (rechts) und Bruno Lifart können sich momentan nicht erklären, wie es zum Unglück kommen konnte.
Verschiedene Einsatzkräfte sind vor Ort.
Der Unglücksort bei Tag.
Dieser Sessel ist heruntergestürzt.
Die Absturzstelle am Donnerstagabend.
Der Verwaltungsratspräsident der Stoosbahnen, Thomas D. Mayer, ist tief betroffen vom Sessel-Drama am Fronalpstock.
Der Verwaltungsratspräsident der Stoosbahnen, Thomas D. Mueller, links, und Verwaltungsrat Stoosbahnen, Bruno Lifart, rechts, informieren während einer Medienkonferenz nach dem Sesselbahnunglück.
Florian Grossmann von der Kantonspolizei Schwyz an der Pressekonferenz.
Der Morgen danach: Die Absturzstelle ist am besten mit dem Pistenfahrzeug erreichbar.
Das Gipfelrestaurant Fronalpstock am Freitagmorgen. Vorderhand ist das Gasthaus nicht über den Sessellift erreichbar. Der Liftbetrieb wurde eingestellt.
Die Talstation der oberen Sektion: Der Betrieb ist vorläufig eingestellt.
Die Absturzstelle wurde für die Rettungsarbeiten Donnerstagnacht ausgeleuchtet.
Einsatzfahrzeuge des Rettungsdiensts Schwyz im Schlattli.
Die Rettungskräfte rüsten sich Donnerstagnacht für den Einsatz.
Man versuchte, möglichst schnell viele Retter ins Gebiet zu bringen.
Auch die Spurensicherung der Polizei musste auf den Stoos.
Ein Spezialist der Kapo Schwyz wartet bei der Talstation auf die nächste Bergfahrt.
Der Sessel-Absturz von 2016 hatte keine Verletzten gefordert.
In einer Sessel-Gondel auf Fronalpstock haben vier Passagiere Platz.

Der verunfallte Sessel stürzte aus zehn Meter zu Boden.

Bild: Urs Flüeler / Keystone, Stoos, 7. Februar 2020

In den Vorfall seien «diverse Mitarbeiter» der Stoosbahnen AG involviert gewesen. Der Absturz bei der Talfahrt ereignete sich am 6. Februar um 22.06 Uhr.

Gemäss dem Sust-Vorbericht habe es zwei nennenswerte Sachschäden gegeben. Der Vierer-Sessel selbst wurde beim Absturz beschädigt, aber auch ein Seil. Dabei dürfte es sich um das Windenseil des Pistenbullys handeln. Noch am Tag nach dem Unglück gab die Sust die Anlage für den Betrieb wieder frei. Das Seil der Sesselbahn dürfte also unbeschädigt geblieben sein.