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Eine Interessengemeinschaft will das «Kollegi» in Schwyz retten

Die Pläne der Regierung, die Kantonsschule in Schwyz mit dem Theresianum in Ingenbohl zu fusionieren, stossen auf heftigen Widerstand.
Ruggero Vercellone
Die Kantonsschule Kollegium Schwyz. (Bild: Ruggero Vercellone)

Die Kantonsschule Kollegium Schwyz. (Bild: Ruggero Vercellone)

«Wir können keinen Vorschlag unterstützen, der den heutigen, historisch wertvollen und anerkannten Standort nicht mit einbezieht. Es gibt für uns keinen Grund für einen Standortwechsel der Kantonsschule.» Diese Aussage macht Dominik Blunschy. Er ist Präsident des Kollegi-Ehemaligenvereins Schwyzer Alumni.

Die Kampfansage richtet sich gegen die Immobilienstrategie des Regierungsrates und die Ankündigung des Bildungsdepartements, dass eine Zusammenlegung der eigenen Kantonsschule Kollegium Schwyz mit der Privatschule Theresianum Ingenbohl geprüft werde. In der Immobilienstrategie zieht der Regierungsrat als eine von drei Möglichkeiten in Erwägung, den Standort für die kantonale Mittelschule aufzugeben, um frei werdende Räume für die kantonale Verwaltung nutzen zu können.

Opposition soll
 breit abgestützt werden

Bereits heute werden Teile des Kollegiums als Verwaltungsräume genutzt. «Diese Variante in der Immobilienstrategie des Regierungsrates haben wir mit grossem Erstaunen zur Kenntnis genommen», sagt Blunschy. Er fügt an:

«Wir werden uns mit allen Mitteln für
die Erhaltung der Kantonsschule im
Kollegium Schwyz einsetzen. Das
Kollegi muss in Schwyz bleiben.»

Um den Druck auf den Regierungsrat zu verstärken, wird deshalb unter Blunschys Leitung am 12. Februar um 19 Uhr im MythenForum die «IG Kantonsschule Kollegium Schwyz» ins Leben gerufen. Die Interessengemeinschaft soll breit und über den Ehemaligenverein hinaus abgestützt sein.

Welche konkreten Massnahmen gegen die regierungsrätliche Absicht ins Auge gefasst werden, wollte Blunschy am Freitag noch nicht verraten. Zwar liege die Umsetzung der Immobilienstrategie in der Kompetenz des Regierungsrates. Wenn aber diese Massnahmen Geld kosten, müsse der Kantonsrat darüber befinden. Zudem sei eine Volksabstimmung erforderlich, wenn die Kantonsschule den Hauptort Schwyz verlassen müsste. Die IG wird also als politische Drehscheibe für Lobbying und einen allfälligen Abstimmungskampf fungieren.

Investitionen gingen verloren

Vor wenigen Jahren habe der Kanton rund 26 Millionen Franken in neue Schulräume investiert und das Kollegi zur infrastrukturell modernsten Schule im Kanton werden lassen. «Diese Investitionen und die lange Tradition des Bildungsstandortes in unserem Hauptort dürfen nicht wegen verwaltungsinterner Raumüberlegungen über Bord geworfen werden», ist Blunschy überzeugt. Zudem habe die Regierung damals beim Einzug der Verwaltung ins Kollegi versichert, der Bildungsstandort Schwyz sei durch die Raumnutzung der Kantonsangestellten nicht in Gefahr. An dieses Versprechen will die IG den Regierungsrat nun auch festmachen.

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