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Elf Einsprachen und vier Beschwerden gegen Zentrumsgestaltung in Küssnacht

Privatpersonen und Verbände wehren sich gegen die neue Zentrumsüberbauung in Küssnacht. Kritisiert werden die nicht behindertengerechten Bushaltestellen sowie Gestaltungselemente.
Erhard Gick
Mit den neuen Verkehrsanordnungen wird der Küssnachter Hauptplatz zur Begegnungszone. (Bild: Erhard Gick)

Mit den neuen Verkehrsanordnungen wird der Küssnachter Hauptplatz zur Begegnungszone. (Bild: Erhard Gick)

Ab 2020 soll das Küssnachter Zentrum vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Die Umsetzung der Zentrumsgestaltung erfolgt nach Eröffnung der Südumfahrung. Gegen das Projekt sind nun – nach der öffentlichen Auflage – diverse Beschwerden und Einsprachen eingegangen. Statthalter Oliver Ebert nimmt dazu Stellung.

Wie viele Einsprachen gingen gegen das Projekt Zentrumsgestaltung ein?

Oliver Ebert, Statthalter Küssnacht

Oliver Ebert, Statthalter Küssnacht

Gegen das Baugesuch der neuen Zentrumsgestaltung sind elf Einsprachen eingegangen. Zudem sind gegen die Verkehrsanordnungen (Tempo 20 in der Begegnungszone sowie Tempo 30 im übrigen Bereich) beim Regierungsrat vier Beschwerden eingereicht worden.

Welche Gestaltungselemente im Dorfzentrum wurden kritisiert?

Bei den privaten Einsprechern sind es meist konkrete Änderungsanträge der Gestaltung der engeren Umgebung vor dem eigenen Gebäude. Kritisiert werden dabei in Einzelfällen die Belagswahl, das Wegfallen der Trottoirs, die Art der Entwässerung oder der Beleuchtung, sowie dass zu viele oder zu wenig Grünelemente geplant sind. Nebst den privaten Einsprechern ist auch eine Einsprache des Behindertenverbands Procap eingegangen. Sie kritisiert die Busanlegekanten, das Fehlen von Bodenmarkierungen für Personen mit einer Behinderung sowie die ungenügende bauliche Trennung von Fussgängerbereich und Fahrbahn.

Das Dorfzentrum wird von der Fasnachtsgesellschaft Chalberschwanz, der St. Niklausengesellschaft sowie der Sennen- und Älplergesellschaft für Anlässe genutzt. Gab es von Seiten der Vereine Vorschläge für die Gestaltung?

Nein, leider nicht. Weder bei den öffentlichen Anlässen noch bei der Mitwirkung wurden konkrete Vorschläge unterbreitet.

Die Gebäude am Hauptplatz stehen unter Denkmalschutz. Drängt sich da nicht ein Gestaltungswettbewerb auf?

Wir haben für die Zentrumsgestaltung ein Budget von insgesamt 16,7 Millionen Franken. Davon sind 11 Millionen für Infrastrukturarbeiten und 5,7 Millionen für die Oberflächengestaltung vorgesehen. Das lässt keine grossen Sprünge zu. Das aufgelegte Projekt wurde aber in enger Zusammenarbeit mit Fachplanern erarbeitet und bietet den angrenzenden Hauseigentümern am Hauptplatz und am Oberdorf eine sehr gute Basis für die eigene Sanierung und Weiterentwicklung.

Seit Jahren wollen der Verein Marktplatz und Hausbesitzer im Unterdorf eine Reduktion des Verkehrs zum Seeplatz. Warum geht der Bezirksrat nicht auf dieses Anliegen ein?

Der Bezirksrat geht selbstverständlich auf diese Anliegen ein und nimmt sie ernst. Es gab in jüngerer Vergangenheit mehrere Sitzungen mit der IG Unterdorf, in der auch der Marktplatz Küssnacht, Hauseigentümer und Unternehmer des Unterdorfs vertreten waren. Wir haben im Anschluss verschiedene Vorschläge, Varianten und Verkehrsführungen geprüft. Einige wurden sofort umgesetzt, andere verworfen oder bis zur Fertigstellung des ersten Abschnitts der Südumfahrung und der neuen Zentrumsgestaltung zurückgestellt. Die IG Unterdorf ist darüber informiert.

Vorgeschlagen wurde eine Einbahn via Monséjour zur Bahnhofstrasse. Was spricht dagegen?

Wir haben diese Verkehrsführungsvariante auf Vorschlag der IG Unterdorf geprüft. Sowohl das Tiefbauamt des Kantons Schwyz wie auch die Kantonspolizei haben uns aufgrund der Sichtwinkel bei der Einmündung in die Bahnhofstrasse aber eine negative Rückmeldung gegeben. Die Gegebenheiten können sich nach der erfolgten Umsetzung der neuen Zentrumsgestaltung und der Einführung des neuen Verkehrsregimes aber wieder ändern. Alternative Verkehrsführungen können zu diesem Zeitpunkt erneut geprüft werden.

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