Erhöhte Radonbelastung in einzelnen Schwyzer Schulen gemessen

Zwar gilt der Kanton Schwyz nicht als typisches Radongebiet, wie die neuesten Messungen des radioaktiven Gases durch das kantonale Amt für Umweltschutz in Schulen und Kindergärten zeigen. Dennoch müssen einzelne Gebäude saniert werden.

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Ein Messgerät für Radonmessungen.

Ein Messgerät für Radonmessungen.

Bild: PD
(sda)

Das Amt für Umweltschutz führte im Winter 2018/2019 während drei Monaten in 65 Gebäuden Radonmessungen durch und verlegte dabei mehr als 150 Messgeräte, wie das Schwyzer Umweltdepartement am Donnerstag mitteilte.

In weniger als 10 Prozent aller gemessenen Schulhäuser und Kindergärten liegen Überschreitungen des Referenzwertes vor. Dabei handle es sich in den meisten Fällen um Gebäude mit Jahrgang 1960 und älter, heisst es weiter. Neubauten seien in der Regel nicht von der Radonproblematik betroffen.

Von den Gebäuden mit gemessener Überschreitung müssen 3 Prozent innert drei Jahren und 39 Prozent innert zehn Jahren saniert werden. 30 Jahre Zeit für eine Sanierung haben 13 Prozent der Gebäudeeigentümer. Die restlichen 45 Prozent müssen nicht saniert werden, da die Aufenthaltsdauer darin sehr kurz sei.

Untersucht wurden sämtliche Schulen und Kindergärten, welche zum Zeitpunkt der letzten Messung in den Jahren 2011 und 2012 noch nicht untersucht wurden sowie neu auch die Privatschulen. Zudem wurden auch diejenigen Gebäude nochmals nachgemessen, welche damals Radonkonzentrationen über dem neu gültigen Referenzwert aufwiesen. Der Bund senkte im Zuge der Revision der Strahlenschutzverordnung 2017 den relevanten Referenzwert von einst 1000 auf 300 Becquerel.

Radon ist ein natürlich vorkommendes, radioaktives Gas, das aus dem Erdreich durch undichte Stellen in Gebäude eindringt und sich in Wohn- und Aufenthaltsräumen ansammeln kann. Die Zerfallsprodukte von Radon sind krebserregend und können Lungenkrebs fördern. Die Messungen zeigten, dass der Kanton Schwyz kein spezielles Radongebiet sei, die erhöhten Radongehalte verteilten sich über den gesamten Kanton, schreibt das Umweltdepartement.